Gogol Bordello spielten zum Tanz auf im Kölner Gloria Theater.
Zuerst einmal vorneweg, es war,es war warm.
Das Konzert wurde schon vom Gebäude 9 in das Gloria Theater verlegt,weil die Nachfrage so groß war.
Für 15,50 € hat man an dem Abend ein grandioses Konzert bekommen, was mehr als das Geld wert war.
Eine Vorband gab es nicht,obwohl es laut einiger Besucher eine hätte geben sollen, dafür gab es einen DJ,welcher den Raum mit Musik beschallte.
Das Gloria Theater ist eine ehemaliges altes Kino, was für eine Konzerthalle einiges an Vor- und Nachteile mit sich bringt.
Vorteile sind zum Beispiel das es ein wunderschöner alter Kinosaal als Konzertraum ist.
Der Boden ist leicht schräg nach vorne zur Bühne geneigt, somit kann man auch in den hinteren Reihen noch etwas sehen,da man erhöht steht.
Nachteile sind, das es nur Kinoübliche Toiletten gibt,welche sich im Keller befinden, die gleiche Treppe führt ausserdem zur Gaderobe,so das auf dieser engen Treppe einiges an Gedrängel stattfand.
Ausserdem hat die Halle,da sie mitten in der Kölner Innenstadt ist leider keine Parkplätze, das Gloria hat keine eigenen und in der Umgebung ist durch Anwohner alles beparkt.
So muß man vor der Veranstaltung genügend Zeit mitbringen um einen Parkplatz zu finden.
Zu guter letzt waren meiner Meinung nach die Getränkepreise doch schon ziemlich hoch, nicht nur bei Bier sondern auch bei den Limonaden. Für eine kleine Cola über zwei Euro bezahlen zu müssen ist nicht mehr Verhältnissmäßig.
So konnte ich mir dann doch nicht mehr ein Shirt der Band kaufen, da mein Geld für Getränke draufging, denn es war heiß in der Halle.
Und die Hitze steigerte sich noch im Verlauf des Abends, schätzungsweise 200 Personen erzeugen eine ganze Menge an Energie, so das man alleine durch das herumstehen in der Halle ins Schwitzen kommen konnte.
Um 22 Uhr ging das Konzert also, nachdem der DJ eine gute Stunde lang Musik aufgelegt hatte, los.
Das Publikum war begeistert am Jubeln, zum ersten Song fingen die Massen direkt an zu tanzen.
Wo vorher die Menschen noch stehen konnten war plötzlich nicht mehr genug Platz in der Halle, zum Tanzen wird halt mehr Platz benötigt.
Man bekam dadurch des öfteren mal einen Ellebogen in die Rippen, es wurde auf die Füße getreten und das teure Bier durch Rempler über andere Zuschauer verteilt.
Einige waren der Ansicht mit brennenden Zigaretten durch die Halle zu werfen, ferner flogen mehrere volle Bierbecher durch den Raum und auch auf die Bühne.
Der Sänger der Band war darüber nicht sehr begeistert,als er mit Bier beworfen wurde und machte dies unmissverständlich deutlich in dem er Konsequenzen androhte, falls noch einmal ein Getränk in seine Richtung fliegen würde.
Das Konzert ging weiter, es wurden Reihenweise Hits gespielt.
Nach einer Stunde verliess die Band die Bühne.
Nach weitergehend Jubel kam der Sänger und Gitarrist Eugene Hütz wieder auf die Bühne um den Zugabeteil anzustimmen.
Es folge der Acoustic-Song “Alcohol” .
Wiedermal flog ein Becher auf den Bandleader, welcher daraufhin den Song abbrach, seine Gitarre zu Boden schmetterte und in Publikum sprang um sich den Werfenden zu schnappen.
Was nun passierte lag ausserhalb meines Blickfeldes, die anderen Bandmitglieder kamen auf die Bühne, der Sänger nach einiger Zeit auch wieder.
Er schmiss noch ein Mikrofon zu Boden und trat das zweite weg.
Diese wurden dann wieder aufgestellt und dann begann erstmal eine kleine Publikums- und Bierwerferbeleidigung.
Danach stimmte die Band einen neuen Song an und das Konzert konnte weitergehen.
Damit ging auch die Party wieder weiter und der Vorfall war vergessen.
Das Konzert ging weiter und steigerte sich in eine Party.
Soviel Aktion und Energie habe ich bisher auf einem Konzert noch nicht erlebt.
Ich habe schon einiges an Konzerte gesehen aber ein so gutes wie Gogol Bordello noch nicht.
Wer auf Gypsy Punk stehen sollte und bei dem Gogol Bordello in der Nähe spielt der sollte auf jeden Fall hingehen, denn für das kleine Geld (siehe Eintrittskartenscan oben) bekommt allerfeinsten Punk Rock ´n´Roll geboten.
Es bedarf bei dem Konzert auch keine Showelemente,denn die Show ist die Band selber, ausser Licht und der Backfahne auf der Bühne,welche das Bandlogo, die Steinsternschleuder, zierte.
Der Sound war fantastisch,da können sich einige Band noch eine Scheibe von Abschneiden.
Fazit : Ein einmaliges Erlebniss, und ein sehr gutes Konzert, eine sehr gute Band. Absolut empfehlenswert.
Einen weiteren,ausführlichen Konzertbericht gibt es hier.