Callejon – Zombieactionhauptquartier

Schon einiges habe ich hier über das neue Album von Callejon geschrieben, nur bisher noch keine Besprechung über das Album an sich.

Das will ich hier nun nachholen.

Zombieactionhauptquartier, so der Name der Scheibe, gibt es in verschiedenen Versionen zu kaufen, als normale Edition und auch als Version mit einer Bonus-DVD dabei.
Ob es nun noch mehr Versionen des Albums gibt ist mir derzeit nicht bekannt, kann aber eventuell Möglich sein.
Doch es kommt nur darauf an was drin ist und das ist hier, wie auch bei allen anderen Platten, hauptsächlich die Musik auf die es ankommt.

Als erstes fällt einem an den Album sicherlich das Artwork auf. Sehr fein und umfangreich gestaltet was auf dem Sänger der Band zurückzuführen ist, denn dieser kümmert sich neben dem Gesang auch um das Artwork.

Nun kommen wir zur Musik, zu einem Album mit 13 Songs inklusive eines Intros welches sich Z.A.H.Q. nennt und das Album kurz aber sehr gut einleitet.

Track zwei heisst Zombiefied und geht schnell und kraftvoll vorwärts, genau so wie ich Musik mag. Ein sehr schneller Song, viel Metal, da können sich diverse Bands ein paar Scheiben von abschneiden.

Spiel mir das Lied vom sterben nennt sich die Nummer drei auf der Platte, welcher ebenso heftig und schnell weitergeht wie eben Zombiefied endete.
Aber dafür ein schöner, klarer Gesang im Mittelteil, beziehungsweise Refrain genannt.
Der Wechsel zwischen Scream und klaren Gesang ist richtig gut ausgewogen, wobei der die klar im Gesang gehaltene Strophe vor dem Schluss besonders ins Auge fällt.
Abwechslungsreich aber nicht erzwungen, sondern es harmoniert gut miteinander.

Der wohl von der Musik her am auffälligsten ist das Ende von spiel mir das Lied vom sterben. Er endet in einem Stück das wie von einer Gramophonplatte klingt und sich auch nach dieser Zeit anhört.

und wenn der schnee ist ein eher ruhiges Stück das an vierter Stelle der Scheibe kommt.

Doch davon lässt sich das fünfte Stück aber nicht abhalten, es rockt direkt mit harten Gitarren und ordenlichen Screams los. Mein Puls=0 heisst das gute Stück und auch hier gibt es klaren Gesang zu hören. Wobei natürlich nicht nur der Gesang hervorzuheben ist.
Gute Tempowechsel und immer wieder klasse Screams sind hier zu finden. Ferner gefühlvolle Gesangsparts die zum Text mehr als nur passen.

Der sechste Song ist der Tanz der Teufel, welcher so auch auf einer Black Metal Scheibe unterkommen könnte. Feine Black und Thrash Metal Mischung.

Den nun folgenden Song hatte ich hier schon einmal vorgestellt, doch werde ich das Video noch einmal einbinden.
Sehr schön wird hier am Ende zum tanzen aufgefordert.

Ihr seit verdammt, bis in alle Ewigkeit, zu tanzen auf meine Weise – Dies war nie Eure Welt ! Tanz !!!

Weiterlesen

Der siebte Song auf Zombieactionhauptquartier, genannt Phantomschmerz

Callejon Phantomschmerz

Ein ruhiges Stück, eine Ballade, die zum einen sehr gut ist und zum anderen so in der Mitte der Platte das Gesamte ein wenig auflockert. Ein starker Kontrast zu dem vorherigen Stück, doch passt es trotzdem gut zu dem Album.

Quarntäne nennt sich das neunte Stück auf der Scheibe. Ein Stück ohne abgedruckten Text im Textblatt. Der Song geht mit ruhiger Gitarre los, Keyboards, so hört es sich an, dann beginnt er langsam loszurocken. So könnte dieser Song auch ein Intro zu einem Black Metal Album sein. Doch er ist nicht ein Intro zu einem Black Metal Album sondern zu dem Kracher der als nächstes folgt.
Infiziert ist das zehnte Lied auf dem Album. Sehr schnell, treibend und heftig. Ein Zombiesong. Ein schnelles Metalstück, sehr gut. Vor allem der das ganze leicht auflockernd klare Gesang in dem Refrain.
Dann geht es zum Ende des Songs in einem richtig guten Trash Metal über. Sirenengeheule . Weiter geht es noch ein bisschen und dann klingt es aus der gute Stück.

Klavier eröffnet ruhig den Trasher an der zehnten Position, dann geht es mit heftigen Gesang und sehr klaren Refraingesang in den Song Der Tag an dem die Schwärze Blieb. Ein sehr guter Song, abermals auf diesem Album, wie fast alle hier. Vor allem fallen hier wieder mal ein wenig die Stilmischungen auf die die Band verarbeitet.
Das macht die Musik immer wieder sehr abwechlungsreich, doch wird hier nichts verweichlicht oder klingt aufgesetzt und erzwungen. Es bleibt immer heftig bei Callejon auch in den ruhigen Parts mit klaren Gesang, doch da wird vieles über die Texte und den Gesang getragen.

Ein Fremdkörper ist der gleichnamige Song nicht auf dem Album, obwohl er schon ein wenig aus dem Rahmen des Albums fällt. Acousticgitarre, normaler Gesang, sehr ruhig, passend zum Text, eine Ballade.
Nicht meine Musik, aber damit wird der Text sehr gut getragen.

Das Ende von John Wayne ist das zwölfte Stück und damit noch nicht das Ende des Albums.
Ein paar Schüsse als Intro und dann geht es los, feiner Screamo. Ich fühle mich ein wenig an Bullet for my Valentin erinnert, aber in härter.
Steigerung zum Ende des Songes hin, dann nochmal rüber zum Refrain mit klaren Gesang um dann zum Finale zu kommen.

Es ist High Noon und du bist am Zug !
Drück ab ! Drück ab ! Drück!

Der bemerkenste Song auf der Platte ist für manche eventuell Porn From Spain . Hier wird sich selbst gefeiert, die Kritiker gedisst, und die sogenannten Szeneregeln vorgeführt.

Wer hat den geilsten Groove, den derbsten Move ?
Den dicksten Arm, den längsten Schwanz ? WIR !

Eine weitere Besonderheit an diesem Stück ist, das hier Nico von K.I.Z., ein Rapper mitmacht. Es passt sehr gut zum Song, der gerappte Mittelteil, auch wenn es vielleicht gegen irgendwelche Szenenregeln verstoßen mag, doch genau hier ist es sehr gut angebracht.
Und das alles in einem grandiosen heftigen Metal Thrasher.

Der Refrain dieses Songs hat es ebenfalls in sich über den sich eventuell alle SEO freuen werden.

Ficken, bumsen, scheisse fressen,Bukkake all night long !
Dieses Lied ist nur für euch – Das ist euer Lieblingssong !!

Der Rap-Part erinnert mich ganz leicht an Megavier, nur in hart.
Ein sehr guter Abschluss für ein Album das in der Szene einiges klarstellen könnte.

Aber halt, das Album ist noch nicht zu Ende, denn es kommt noch ein verstecktes vierzehntes Lied und erst damit ist die Platte am Ende angekommen.

Insgesamt ein sehr gutes Album. Absolute Kaufempfehlung, wenn man auf solche Musik steht.
Bei wird die Scheibe sicherlich in diesem Jahr ganz oben in den Top-10 stehen.

Schlagwörter: , ,