Plattenfinanzierung über Werbung ?

Da blätter ich gedankenverloren durch das laut Magazin im Web und stoße auf eine komische Überschrift.

Mariah Carey: Album-Booklet mit Werbung finanziert

Sehr merkwürdig das ganze, da möchte ich doch gleich mehr wissen.

Also schnell den Artikel durchgelesen und das ganze dort für merkwürdig befunden.

So wird die neue Platte der Dame nun mit Werbung finanziert irgendwie.
Werbung im Booklet, Werbung hier und da.

Das kommt mir dann doch sehr komisch vor,denn irgendwie würde mir sowas das Interesse an einem gekauften Album zerstören wenn das nun weitere Bands so machen würden.

Ein Album finanziert sich doch über die Verkäufe, mal mehr mal weniger, je nach dem wie die Nachfrage an einem Album ist.

Da muss sich dann nicht noch Werbung im Booklet befinden von Frauenzeitschriften und Reiseunternehmen und was es so gibt.

Wenn nun bei den Musikern steht welche Instrumente sie benutzen, also auch ein wenig gesponsort werden, geht das noch, aber ganze Werbeplätze zu vermarkten finde ich nicht wirklich gut.

Eventuell sollten die Plattenfirmen einfach mal andere Wege gehen, gute Musik herausbringen, diese aber zu einfach fairen Preisen.

Wenn sich nun in einer CD, einem Album solche Musik befindet, dann ist es irgendwie nicht mehr rüberzubringen an die Kunden, die eher ein Gesamtkunstwerk haben möchten, das sie für ein Werbeprodukt noch 20 Euro bezahlen sollen.

Wenn in Zukunft dies sich durchsetzen sollte dann werde ich solche Platten sicher nicht mehr kaufen.
Aber was ich in dem Artikel lesen konnte, sind die Bands die ich so höre von der neuen Vermarktungsmethode noch nicht betroffen.

Aber was nicht ist kann noch werden, man hat es schliesslich an der Vermarktungsstrategie von Ozzy Osbourne sehen können.
Werbung hier und Werbung da, aber zum Glück noch nicht direkt in den CD Booklets.

Ich höre zwar Ozzys Musik nicht, doch wenn ich mir nun vorstelle die neue Scheibe von Metallica zum Beispiel würde gesponsort werden von irgendeinem großen Unternehmen, vielleicht sogar direkt in der Covergestaltung, dann wäre für mich das Fass übergelaufen.

Ist es wirklich verständlich das eine Albumproduktion so viel Geld kostet das sich diese Kosten nicht mehr für die großen Künstler mit den Verkaufszahlen deckt ?

Das will ich hier einfach mal nicht glauben.

Mit einer kleinen Rechnung kann man schon auf eventuelle Einnahmen kommen.
Wenn eine CD im Laden 17 Euro kostet und davon nur 6000 Stück verkauft werden, dann wird hier an dieser Stelle schon 102 000 Euro bewegt.

Klar, da gehen dann noch die Einnahmen des Händlers von ab, die CD Herstellungs- und Druckkosten und Studiokosten.

Wenn wir nun aber zurückkehren in dieser Rechnung dann verkauft die Dame alleine in den USA mit einer BestOf Platte 100.000 Stück, in England nochmals 150.000 Stück.
Dazu noch diverse Mengen in anderen Staaten und dies sind nur die Zahlen aus der Wikipedia von ihrer schlechtverkauftesten Scheibe.

Da kann man mir nicht so einfach erzählen das sich hier die Plattenproduktionen nur noch Werbefinanziert lohnen sollten.
Aber vielleicht ist die Gage des Künstlers einfach zu hoch.

Die Plattenindustrie sollte einfach mal damit anfangen umzudenken. Wieder neue Künstler entdecken anstelle so viel Geld in Superstars und versuchen solche zu casten.

Das geht komplett am Markt vorbei, wie mir scheint. Die Menschen entscheiden sich nicht mehr nur zwischen Beatles und Rolling Stones, nicht mehr nur zwischen Madonna und Prince.

Es scheint mir eher so als hätten die Menschen einfach vielfältige Musikgeschmäcker bekommen und da würde es sich in meinen Augen eher lohnen wenn die Plattenindustrie einfach mal beginnt neue und junge Bands zu fördern für die sich auch die Menschen interessieren.

Ferner sollte mehr auf die Kundenwünsche eingegangen werden. Vinyl und CD, dazu ein ansprechendes Design, wie man es zum Beispiel immer wieder bei den Ärzten sehen kann.

Es gibt so viele Möglichkeiten, da muss nicht umbedingt Werbung in die Booklets hinein, finde ich.