Orphaned Land – The Never Ending Way of ORwarriOR

1991 haben sich Orphaned Land gegründet und mit “The Never Ending Way of ORwarriOR” ist dieses Jahr erst ihr 4. Album erschienen. Dieses Album hat es dann aber in sich, denn mit seinen 15 Songs kommt es auf knapp 80 Minuten Spielzeit voller “Oriental Metal”, wenn man den Musikstil so bezeichnen möchte.

Gesangliche Unterstützung gibt es auf diesem Album wieder durch Shlomit Levi, eine jemenitische Gastsängerin, die mit ihrer fantastischen Stimme, die Songs gleich noch ein Stück aufwertet.

Wie schon bei den Vorgängeralben geht es Orphaned Land weiter um ihre Hauptbotschaft: Frieden für den Mittleren Osten, und mit ihrer Musik schaffen die Israelis das, was der Politik viel zu oft versagt bleibt: Mauern einreißen durch die universelle Sprache der Musik. Schön rüber kommt ihre Vision in dem Song “New Jerusalem”, wo sie ihre Utopie von einem Jerusalem beschreiben, in dem die Stadt nicht mehr geteilt ist, sondern die unterschiedlichen Volks- und Religionsgruppen gemeinsam miteinander leben. Auch wunderbar eingefangen wurde das auf einem Promofoto für das neue Album, wo zwei Moslems die Thora in der Hand halten, zwei orthodoxe Juden wie Moslems beten während Sänger Kobi mit Shlomit Levi in der Mittel als Jesus und Maria Magdalena stehen. Besser kann man die “Utopie” optisch gar nicht umsetzen.

Verglichen mit den Vorgängern ist “The Never Ending Way of ORwarriOR” etwas ruhiger geworden, was dem Album aber nicht schadet. Mir fehlt persönlich vielleicht noch etwas die Eingängigkeit der Songs, so auf Anhieb konnte sich keiner dauerhaft im Ohr festsetzten, wie es bei den älteren Werken ab und zu der Fall war. Das Album ist aber auf jeden Fall empfehlenswert, wenn man sich für Metal erwärmen kann, der eben etwas von der bekannten Norm abweicht, das ist hier mit der Mischung aus nahöstlicher Folklore, Death Metal und Progressive Metal gegeben.

Natürlich sollte man auch keine leichte Kost erwarten, 6 Jahre Konzeption bürgen schon für eine gewisse musikalische und textliche Qualität. Gerade die Integration der Folk-Musik und der unterschiedlichen Sprachen in die Songs würde ich als gelungen bezeichnen. Es ist halt kein Album, das man einfach so nebenbei hören kann.

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Was es sonst noch wissenswertes gibt:

  • die Trackliste:
  1. Sapari
  2. From broken vessels
  3. bereft in the abyss
  4. the path Part 1 – Treading through darkness
  5. the path Part 2 – The pilgrimage to Or Shalem
  6. Olat Ha’tamid
  7. The warrior
  8. his leaf shall not wither
  9. disciples of the sacred oath II
  10. New Jerusalem
  11. Vayehi Or
  12. M i ?
  13. Barakah
  14. Codeword: uprising
  15. In thy never ending way (Epilogue)
  • reinhören:
    • Auf der MySpace Seite der Band kann man sich aktuell die aktuelle Single “Sapari”, “Disciples of the sacred oath II” und “Vayehi Or” anhören. Außerdem gibt es auch das aktuelle Video zu Sapari zum anschauen.
    • auf dem offiziellen YouTube Kanal gibt es zwar keine der aktuellen Songs zu hören, dafür kann man sich aber ein Paar Videos zur Entstehung des neuen Albums anschauen.
  • live sehen kann man Orphaned Land u.a.:
    • 23.05.2010, Amphitheater Gelsenkirchen, Rock Hard Festival
    • 05.08.2010, Wacken Open Air
    • 20.08.2010, Aeroclub Dinkelsbühl, Summer Breeze Open Air
      • ohne Gewähr auf Richtigkeit, Daten sind von der offiziellen Bandhomepage (Stand 16.02.10) übernommen
  • Diskographie (Studioalben):
    • Sahara (1994)
    • El Norra Alila (1996)
    • Mabool (2004)
    • The Never Ending Way of ORwarriOR (2010)
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