Gut 5 Jahre nach dem Erstling “The Dream I Live in” erscheint mit “Be Different Or Die” nun das Nachfolgealbum von 4Backwoods.
Das Cover und auch das Bandfoto auf der MySpace Seite der Band erinnert von der Optik an Sin City, so düster und schwarz/weiß kommt das Album dann aber nicht daher.
Die vier Jungs aus NRW, mit Stephan Breidenich als neuem Gitarristen, spielen kraftvollen und eingängigen Rock.
Als erste Single wurde mit “(I just) died in your arms tonight” eine Coverversion des Klassikers von Cutting Crew aus dem Jahre 1986. Meiner Meinung nach eine ziemlich schlechte Wahl. Aber diese Meinung habe ich prinzipiell bei fast allen Coversongs, denn an das Original kommen sie sehr selten heran. Eine Rockversion von “(I just) died in your arms tonight” ist auf jeden Fall nicht die beste Wahl gewesen, der wirkt nicht, da höre ich mir lieber noch mal das Original an. Schade, denn auf dem Album hätte es meiner Meinung nach bessere Alternativen gegeben. Der Titeltrack “Be Different Or Die” zum Beispiel hat es mir angetan. Ein Rockbrett, das gleich mal Zeit wo der Hammer hängt. Oder auch der zweite Track “Bleed Like This” der im Windschatten des Openers auch ordentlich aufs Gas drückt mit treibenden Gitarren und kantigem, aber nicht zu rauem Gesang.
Doch auch die etwas ruhigeren Töne beherrschen 4Backwoods durchaus, wie zum Beispiel das balladeske Butterfly oder der eher sanfte Rocksong “Supernova Day” zeigen. Doch das Album schafft es auf seinen 14 Songs eine gute Mischung zwischen härteren und ruhigeren Tönen zu schaffen ohne Gefahr zu laufen in eine kitschige Ecke abzudriften.
Mit “Don’t You Think So” kommt am Ende noch ein Song der es mir ebenfalls, wie die beiden ersten Songs, ziemlich angetan hat. Als ‘Rausschmeisser’ kommt dann ganz am Ende noch mit “The Dream I Live In” eine Liveaufnahme, die andeutet, dass die Band wohl auch live überzeugen kann (Tourdaten siehe unten).
Insgesamt ist das Album nicht ganz mein Fall, finde es an manchen Stellen etwas zu sehr ‘mainstreamig’. Aber reinhören solltet ihr auf jeden Fall, denn die Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden und ich könnte mir durchaus vorstellen, dass die Band den Geschmack vieler Leute mit diesem Album treffen wird und an die Erfolge ihres Erstlings mit diesem ausgereiften Album anschließen kann.
Erscheinen wird “Be Different Or Die” am 07.05. über Limited Access Records. Die Downloadversion des Albums erscheint dann eine Woche später am 14. Mai.
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Was es sonst noch wissenswertes gibt:
- reinhören:
- auf der MySpace Seite kann man sich die aktuelle Single “(I just) died in your arms tonight” anhören
- Internetanlaufstellen:
- LineUp
- Daniel Wagner (vocals, guitars & loop programming)
- Stephan Breidenich (guitars & backings)
- André Kolf (bass & backings)
- Christoph Becker (drums & backings)
- Tracklist:
- Be Different Or Die
- Bleed Like This
- Crawlers
- I’m Alright
- Butterfly
- Stupid Tragedy
- A Friend Of Mine
- (I Just) Died In Your Arms Tonight
- My Misery
- A Fucked Up Love
- Supernova Day
- What If I Were Dead
- Don’t Think So
- The Dream I Live In (Live)
- Tourdaten (Royal Soundz Tour 2010):
- 08.05.2010 D-Eitorf, Mojo’s
- 13.05.2010 D-Köln, Hard Rock Café – VIP-Release-Show
- 14.05.2010 D-Oberwössen, Oberwössen Open Air
- 15.05.2010 D-Lammersdorf, Joe’s Garage
- 20.05.2010 D-Oberhausen, Schacht 1
- 21.05.2010 D-Gölshausen, Kultival Open Air
- 22.05.2010 D-Mühlhausen, Stadtfest
- 29.05.2010 D-Königstein, Rock auf der Burg
- 03.07.2010 D-Lammersdorf, Kreisch am Teich
- 24.07.2010 D-Schnaittach, Rock am Rothenberg
- 08.08.2010 D-Leverkusen, Street Life Festival
- 27.08.2010 D-Windeck, Rock die Ruine
- 18.09.2010 D-Stolberg, Stadtparty
Also wenn das Album so gut ist, wie deren Live-Auftritt, dem ich beiwohnen konnte, dann kann man nur den Daumen heben. Die Jungs sind cool, der Sound ist klasse… ich bin gespannt… und das sagt jemend, der zu 99% elektronischen Klängen lauscht xD.
Live scheint die Band wirklich was zu reissen, die haben in den letzten Jahren zwischen den Alben wohl auch ordentlich live auftrumpfen können.
Also ich finde das Album mehr als gelungen. Es ist sehr sauber produziert, aber nicht zu überzogen. Da sollten sich manche Rock Millinäre mal ne Scheibe von abschneiden. Mit diesem album sollten die Jungs den Durchbruch endlich schaffen! Denkt immer dran, sie sind noch am Anfang ihrer Karriere. Auch Metallica haben Entwicklungszeit gebraucht
Naja, einen Vergleich mit Metallica würde ich hier nicht wagen. Abgesehen davon haben Metallica auch direkt am Anfang ihrer Entwicklung ihre 3 stärksten Alben abgeliefert.
Es ist wie ich schon nicht schlecht, wie ich ja auch geschrieben habe, aber es ist halt Mainstreamrock wie man ihn sehr oft zu hören bekommt. Da fehlt mir dann doch ein Alleinstellungsmerkmal, was sie von der Masse der handwerklich ordenltichen Rockbands abheben würde. Aber es ist halt Geschmackssache und ich kann verstehen, dass es einem auch sehr gut gefallen kann. Ist bei mir halt nicht ganz der Fall.