Das Schöne daran, dass ich hier beim biotechpunk mitschreiben darf, ist unter anderem, dass ich Musik entdecke, die ich sonst vermutlich nie gehört hätte. Nicht weil sie mir nicht gefällt, sondern weil ich einfach nicht darauf aufmerksam geworden wäre. Vor Kurzem sagte mir Tobias Sammet, seine Hauptband Edguy und sein Nebenprojekt Avantasia überhaupt nichts.
Wobei, Nebenprojekt ist als Begriff für Avantasia mit Sicherheit falsch gewählt. Was der Fuldaer hier aufgezogen hat, ist schon eher ein Mammutprojekt. Da war zu Beginn “The Metal Opera”, bestehend aus Avantasia (2000) und Into the Unknown (2002) und dann begann mit dem erscheinen von “The Scarecrow” 2008 die “Wicked Trilogy”, die nun mit den gleichzeitig erschienen Alben “The Wicked Symphony” und “Angel of Babylon” komplettiert wurde.
Zwei Alben die gleichzeitig erscheinen, das ist doch pure Geldmacherei und man hätte die guten Songs der einzelnen Alben doch zusammenfassen können und als ein Album veröffentlichen können!
Nein, hätte man nicht! Angel of Babylon und The Wicked Symphony sind mit ihren jeweils 11 Songs eigenständige Alben, die wirklich kein Füllmaterial enthalten. Man bekommt wirklich knapp 2 Stunden geballte Unterhaltung, wenn man sie am Stück hört. Und man kann sie auch sehr gut am Stück hören und sich von der Musik gefangen nehmen lassen. Jeder Song ist es wert entdeckt zu werden und verzichten kann man auf keinen. Die Alben ergänzen sich wirklich perfekt und das Aufgebot was Sammet mit seinem “partner-in-crime” Sascha Paeth” hier an den Start bringt ist wirklich beachtlich: z.B. Michael Kiske, Tim “Ripper” Owens, Klaus Meine und Russell Allen um nur einige zu nennen.
Die Alben bieten eine unglaubliche musikalische Vielfalt, die jedoch nicht störend wirkt, sondern sich perfekt in das Gesamtwerk einfügt. Ausgefeilte Melodien, eine ausgereifte Geschichte in Songtexte verpackt, bombastische Orchestrierung, Songs, die zum Headbangen einladen und dann wieder eingängige ruhigere Lieder. Die ganze Produktion strotzt nur so vor Professionalität und hinterlässt mit Sicherheit einen Doppelschlag, der nicht so leicht in Vergessenheit geraten wird.
Die Eröffnung der Trilogie “The Scarecrow”, die auch schon großen Anklang gefunden hatte, wird hier nochmals getoppt. Nicht umsonst schafften es beide Alben auf Anhieb auf Platz 2 der deutschen Albumcharts, die beste Platzierung, die eine Avantasia Veröffentlichung bis jetzt erreichen konnte.
Mir persönlich gefällt The Wicked Symphony noch einen Tick besser als Angel of Babylon, aber einen allzu großen Unterschied gibt es hier nicht.
Wer mit melodischem Metal nichts anfangen kann, der sollte vielleicht erst mal reinhören, aber wer auch nur grob etwas für diese Richtung übrig hat, für den sind diese Alben ein Muss. Halbe Sachen machen lohnt sich nicht, man sollte sich am besten wirklich gleich beide Alben ins Regal stellen.
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Was es sonst noch wissenswertes gibt:
- Internetanlaufstellen:
- LineUp:
- Tobias Sammet (Gesang und Bass)
- Jorn Lande (Gesang)
- Russel Aallen (Gesang)
- Michael Kiske (Gesang)
- Tim “Ripper” Owens (Gesang)
- Klaus Meine (Gesang)
- Andre Matos (Gesang)
- Oliver Hartmann (Gesang und Gitarre))
- Bob Catley (Gesang)
- Cloudy Young (Gesang)
- Jon Oliva (Gesang)
- Ralf Zdiarstek (Gesang)
- Sascha Paeth (Gitarre und Keyboard)
- Bruce Kulick (Gitarre)
- Henry Richter (Gitarre)
- Jens Johanson (Keyboard)
- Felix Bohnke (Schlagzeug)
- Alex Holzwarth (Schlagzeug)
- Eric Singer (Schlagzeug)
- Simon Oberender (Orgel)
- Miro Rodenberg (Orchestration)
- Tracklist “The Wicked Symphony”:
- The Wicked Symphony
- Wastelands
- Scales Of Justice
- Dying For An Angel
- Blizzard On A Broken Mirror
- Runaway Train
- Crestfallen
- For Ever Is A Long Time
- Black Wings
- State Of Matter
- The Edge
- Tracklist “Angel of Babylon”:
- Stargazers
- Angel Of Babylon
- Your Love Is Evil
- Death Is Just A Feeling
- Rat Race
- Down In The Dark
- Blowing Out The Flame
- Symphony Of Life
- Alone I Remember
- Promised Land
- Journey To Arcadia
Ich kannte Tobias Sammet bis vor 10 Minuten noch gar nicht aber nach deinem Review habe ich gerade auf MySpace in seine Musik reingehört (sollten alle tun, die wie ich ohne Hörprobe keine CDs kaufen!) und muss zugeben, dass ich sehr angetan bin!
Hallo,
Sammet ist vorrangig, mir jedenfalls, durch seine Hauptband Edguy bekannt.
Darüber habe ich ihn zuerst kennengelernt.
Und das man Musik via Myspace vorher anhören kann ist echt eine tolle Sache, denn hier kann man immer wieder ganze Songs hören, nicht so wie in den Plattenläden bei denen man nur die ersten 30 Sekunden lauschen darf, die aber teilweise schon nach dem Intro des Songs vorbei sind.
Schöne Grüsse
Sebastian (nicht der Autor dieses Reviews)
Das stimmt, so unpraktisch MySpace vom Handling ist, so viel ist es aber auch wieder wert besucht zu werden um einen Eindruck von einer Band zu bekommen. Manchmal reichen mir die 30 Sekunden, die man ja meistens bei den ganzen Downloadstores hören kann, um einen groben Eindruck zu bekommen in welche Richtung die Musik geht, aber dann gibt es auch wieder Musik wo ich dankbar bin komplette Songs bei MySpace zu hören.