Ronnie James Dio (1942 – 2010)

Dio wurde am 10. Juli 1942 in Portsmouth, New Hampshire (USA) als Ronald James Padavona geboren.

In jungen Jahren spielte er u.a. Trompete und nahm auch mit einigen Rockabilly Bands Singles auf. Bereits mit 15 Jahren spielte er zum ersten Mal fest in einer Band, seiner damaligen Schulband, “The Vegas Kings”, die sich später in “Ronnie & The Rumblers” und dann in “Ronnie and the Red Caps” umbenannte.

Seinen Künstlernamen Dio verwendete er zum ersten Mal 1961. Im italienischen heißt Dio Gott, Dio war das einzige Kind in einer italienischstämmigen, gläubigen Familie. Abgeschaut hatte er sich den Namen aber von Johnny Dio, einem berühmten Mafiosi.

Sein erstes Album “Dio at Domino’s” veröffentlichte er dann als “Ronnie Dio and the Prophets”, die sich musikalisch noch im Popbereich bewegten. 1967 kam dann das Ende für diese Band und sie ging über in “Electric Elves” später nur noch “Elf”, die sich musikalisch langsam vom Pop zum Rock wandelte. Elf spielten u.A. auch 1972 als Vorband von Deep Purple. Auch waren Deep Purple als Produzenten der ersten Elf Platte involviert.

Dio hörte bald darauf mit dem Bass auf um sich ganz auf den Gesang zu konzentrieren und Ritchie Blackmore von Deep Purple wurde auf ihn aufmerksam. Nach der Veröffentlichung des 3. Albums von Elf, kam deren Ende und Blackmore, der bei Deep Purple ausstieg, formte mit Mitgliedern von Elf seine neue Band, die dann unter dem Namen “Rainbow” berühmt werden sollte.

Nach vier veröffentlichten Alben verließ Dio aufgrund von künstlerischen Differenzen Rainbow. Blackmore wollte die Band kommerzieller ausrichten, was Dio nicht passte, der weiter härteren Rock spielen wollte.

Er ging nun als Nachfolger von Ozzy Osbourne zu Black Sabbath und das mit ihm veröffentlichte Album “Heaven & Hell” sorgte für eine Art Wiederbelebung der ins stocken geratenen Karriere von Black Sabbath.

In dieser Zeit machte Dio auch die Mano cornuto populär, wenn er auch nicht der Erste war, der sie auf der Bühne einsetzte. Inspiriert hatte ihn dazu seine italienische Großmutter. Er nahm auch noch das Album “Mob Rules” mit Black Sabbath auf, doch dann trennten sich die Wege wieder und er gründete seine eigene Band, da sein Name ja schon bekannter war, nannte er sie auch einfach nach sich selbst: “Dio”.

Von nun an war Dio solo erfolgreich, bis auf ein kurzes Zwischenspiel wieder bei Black Sabbath, um 1992, als er mit ihnen das Album “Dehumanizer” aufnahm.

Vor drei Jahren ging er dann gemeinsam mit seinen ehemaligen Black Sabbath Kollegen Toni Iommi, Geezer Butler und Vinnie Appice auf Tournee. Benannt hatten sie sich “Heaven & Hell”, nach dem ersten Album, das er mit Black Sabbath aufgenommen hatte. Vergangenes Jahr erschien dann mit dem beachtenswerten “The Devil You Know”  sein letztes Album.

Im November 2009 teilte seine zweite Frau und Managerin Wendy mit, dass bei Dio Magenkrebs entdeckt wurde. Anfang des Jahres schien die Behandlung zu wirken, doch vor Kurzem wurden dann aufgrund seines Gesundheitszustands sämtliche Konzerttermine von “Heaven & Hell” abgesagt.

Ronnie James Dio verstarb am 16. Mai 2010 in Houston, Texas und die Musikwelt hat einen ihrer ganz Großen verloren. Er hatte eine der beeindruckendsten Stimmen in der Musikwelt.

Ich habe zwar nicht sehr viel von Dios Schaffen in meiner Plattensammlung, aber sein erstes Soloalbum “Holy Diver” möchte ich wirklich jedem ans Herz legen. Ein wahrer Meilenstein und Klassiker im Heavy Metal. Aber auch “Dream Evil, “Heaven and Hell” (sein erstes Album mit Black Sabbath) und das “Heaven & Hell” Album “The Devil You Know” sind empfehlenswert.

Die Bands von Ronnie James Dio:

  • The Vegas Kings (1957–1958)
  • Ronnie & The Ramblers (1958)
  • Ronnie and the Red Caps (1958–1961)
  • Ronnie Dio and the Prophets (1961–1967)
  • The Electric Elves (1967–1969)
  • The Elves (1969–1970)
  • Elf (1970–1975)
  • Rainbow (1975–1979)
  • Black Sabbath (1979–1982)
  • Dio (1982–1991)
  • Black Sabbath (1991–1992)
  • Dio (1993–2010)
  • Black Sabbath (2006) (Aufnahme von 3 neuen Songs für das Album “Black Sabbath: The Dio Years”)
  • Heaven and Hell (2006–2010)

Die komplette Diskografie von Ronnie James Dio könnt ihr hier sehen.

Rest in Peace Ronnie, your music will live on forever.

Bildquelle: flickr rjforster CC-Lizenz