Wie schon die Scheibe von Dirty Tactics, kommen auch die Bangers über flix.
Beim ersten Hören hatte ich das Album im Hintergrund laufen und noch ein paar andere Sachen gemacht, bevor ich mich mit der Band beschäftigt hatte. So vom ersten Eindruck her hatte ich mich etwas an Rancid, beziehungsweise an die Solosachen von Frederiksen und Armstrong erinnert gefühlt. Besonders bei Song Nummer 5 “Straight Gin Makes You Batshit Crazy”, der schon alleine wegen seines Titels hervorgehoben gehört. Aber im US Punk kenne ich mich jetzt auch nicht sonderlich gut aus. Moment, US Punk? Die Jungs kommen gar nicht aus den Staaten sondern aus England. Genauer gesagt aus Falmouth, ganz im Südwesten der Insel, in Cornwall. Da war ich dann doch etwas überrascht, denn der Sound hatte mich nicht an die britischen Punkbands erinnert, die ich die letzte Zeit gehört hatte.
Da sieht man mal wieder, keine vorschnellen Schlüsse ziehen. Aber, ob nun England oder USA, das Trio versteht sein Handwerk und liefert gute und eingängige Musik ab. Dude Trips ist kein gewöhnliches Album, sondern eine Zusammenstellung der bisherigen Vinyl- und Splitveröffentlichungen der “Bangers”. Im Unterschied zu “Dirty Tactics”, die ich mir danach angehört habe, finde ich den Sound der Briten etwas eingängiger, dafür ist er aber auch nicht ganz so abwechslungsreich. Dennoch schöne Musik, die sich bestimmt auch eignet, um so manche Party zu untermalen. Sehr schön finde ich übrigens auch einen Ausschnitt aus der Bandvorstellung auf MySpace: “Our singer used to give people careers advice until we quit our jobs to play in a shitty punk band.”
Die Bangers spielen geraderaus, schnörkellos nach vorne, inklusive mehrstimmigem Gesang, der an manchen Stellen sehr gut rüberkommt. Reinhören lohnt sich auf jeden Fall. Das geht hier besonders einfach, denn unter http://bangersbangers.bandcamp.com/album/dude-trips kann man sich alle Songs anhören und wenn man will auch downloaden. Entweder kostenlos oder wenn man fair sein will und einem die Musik gefällt gegen einen Betrag, den man selbst festlegen kann. Nette Sache und auf jeden Fall unterstützenswert. Da blitzt dann mal wieder der DIY-Gedanke des Punks auf.
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Was es sonst noch Wissenswertes gibt:
- Internetanlaufstellen:
- Line-Up
- Roo (Gesang, Gitarre)
- Andrex (Bass, Gesang)
- Hamish (Schlagzeug)
- Trackliste:
- Excuses Be Damned
- Most Wanted Men
- Too Many Dark Knights
- Jon Shoe
- Straight Gin Makes You Batshit Crazy
- The Hard Way
- Huddle In
- Little Lives
- New Villains
- Banging