Dimmu Borgir haben ein lang erwartetes neues Album draussen welches auf dem sicherlich nicht ganz umstrittenen Titel Abrahadabra hört.
Dies stellt das erste Album der Band zum einen als Trio dar und zum anderen das erste Album welches nicht drei Wörter als Titel trägt.
Wie in den Ankündigungen bereits erwähnt ist dieses Album in verschiedenen Versionen auf dem Markt, verpackungstechnisch gesehen.
Ich habe hier die Box-Version mit Buch, welche aufgemacht ist ähnlich einer Black Box, wenn ich das Design nun richtig gedeutet habe.
Sicherlich vom Design her keine schlechte Sache, wenn dies den Mehrpreis von fast 12 Euro rechtfertigt.
Der aus stabiler Pappe gemachter Box liegt das Album als Digipak bei und ein Buch, welches bei genaueren betrachten eigentlich nur das Beiheft in Buchform darstellt.
Trotz allem, mir gefällt die Box, denn hier führt das Konzept der Band und des Albums weiter was sich durch die ganze Sache hier zieht, vom Video zum Outfit bis hin nun zu dieser Box.
Das Gesamtwerk quasi.
Die Albumversion in der Box beinhaltet 10 Songs und damit knappe 55 Minuten Spielzeit und dazu ist noch das Video zum Song Gateways.
Nun kommen wir aber zur Musik, denn diese ist das wichtigste an einem Album, oder ?
Das Konzept und Design kann noch so toll sein, wenn es die Musik nicht ist, dann ist ein Album nichts für mich.
Auf die Musik kommt es eben an.
Dimmu Borgir spielen immer noch Black Metal, wenn man es noch so nennen kann, doch wird dem Chor und dem Orchester mehr Platz als auf dem Vorgänger eingeräumt.
Es gibt Stellen in den Songs in denen die Chöre und Orchester auch alleine stehen und spielen dürfen um sich zu entfalten und damit den Songs noch mehr Fläche und Breite liefern.
Sie kommen damit noch mehr ins Spiel und geben damit den Songs noch mehr Charakter, werden nicht von verzerrten überdeckt.
Teilweise klingt die Musik dann schon düster und ein wenig wie Klassik, so zum Beispiel im Intro Xibir zu erfahren, welches ein reines Instrumental darstellt.
Vom Klassikmetal-Stil geht das was Dimmu Borgir hier auffahren schon manchmal ein wenig in Richtung Therion, von denen auch der Gitarrist Snowy Shawn ausgeliehen wurde.
So erinnert mich hieran auf jeden Fall der Song Dimmu Borgir.
Was Dimmu Borgir mit diesem Album hier abgeliefert haben ist für mich mehr als ein Meisterwerk.
Es ist vielleicht kein klassischer Black Metal mehr den sie spielen, doch kommt die Band hier in neue Sphären des Black Metal, erklimmen neue Ebenen der düsteren und bösartigen Musik.
Es werden Klangwelten erschaffen die viele mehr Tiefe besitzen dank des Orchesters welches das ganze echter und natürlicher klingen lässt.
Die Band erschafft hier eine Melange aus ihren bisherigen Schaffen verbunden mit einem tollen Orchester zu einem ganzen an dem kaum noch jemand heranzukommen scheint.
So vielebig ist das ganze, vielschichtig und genialität darin zu entdecken die noch die letzten Alben übertrifft.
Tracklist:
01. Xibir (2:50)
02. Born Treacherous (5:02)
03. Gateways (5:10)
04. Chess With The Abyss (4:08)
05. Dimmu Borgir (5:35)
06. Ritualist (5:13)
07. The Demiurge Molecule (5:29)
08. A Jewel Traced Through Coal (5:16)
09. Renewal (4:11)
10. Endings And Continuations (5:58)In der Box nochmals Gateways als Orchesterversionsbonustrack
Mein Fazit: Dimmu Borgir sind, wie ich finde, mit diesem Album ein neues Meisterwerk gelungen, welches mit jedem Hördurchlauf ein wenig mehr preisgibt und durch das Orchester immer wieder neue Aspekte zeigt.
Die Platte knüpft an den Traditionen der Band an und führt sie fort ohne sich dabei zu kopieren und den Hörer zu langweilen.
Da kann man eigentlich nur gespannt sein wie die Geschichte weitergeht.