Review: Cradle of Filth – Darkly, Darkly Venus Aversa

Cradle of Filth, die Wiege des Drecks, haben ihr neuntes Studioalbum Darkly, Darkly Venus Aversa genannt und herausgebracht.
Wenn ich nun die Alben richtig gezählt habe ist es das neunte Album der Band, denn es gibt dazwischen diverse Zusammenstellungen, Live-Alben, EP und Demoaufnahmen.

Aber wollen wir nicht über die Anzahl der Alben der im Jahre 1991 gegründeten Band streiten, sondern sie an ihrem Schaffen messen.

Das Album kommt in diversen Formaten daher, mir liegt die Digipak-Version vor, welche für nur einen Euro mehr eine schönere Verpackung mitbringt und eine etxtra DVD.
Die Hülle ist als Buch gestaltet, im Deckel befinden sich auf der Innenseite die beiden Trays mit den Tonträger, also mit der CD und der DVD und in der Mitte dieses “Buches” ist das Booklet eingeheftet, beziehungsweise eingeklebt.

Ist das Album weiblicher geworden, wie Danii Filth in einem Interview erklärte ?

Also zuerst, die “feminine” Seite – ich hab schon geflucht, weil das ja so was von falsch zitiert werden wird, und die Leute werden denken, die Platte sei lalala und irgendwie fluffig – was ich damit meinte, war der Kontrast zu der Brutalität und Maskulinität der Gilles de Rais-Platte. Die war nachgerade… rüpelhaft. Rüde.

Quelle: Metal Hammer

Auf jeden Fall behandelt das Album, ohne ein großes geschichtserzählendes Konzept zu haben wie es noch auf dem Vorgängeralbum der Fall war, die Person Lilith.
Lilith ist eine Figur für vieles, das alles nun hier in das Review zu packen wäre sicher zu viel, empfohlen sei hier einfach einmal der Wikipedia-Artikel zu Lilith.

Das Konzept dieses Albums ist also die verschiedenen Geschichten und Thematiken rund um Lilith, ihre Erscheinungsformen und Erzählungen in dem Album zu verarbeiten ohne einen durchgehenden Faden einer Erzählung zu folgen.

Soweit also grob zur reinen Geschichte dieses Albums, ohne zu weit ins Detail zu gehen.
Wie man weiß sind die Texte von Cradle of Filth meistens einer genaueren Untersuchung wert und wie das Artwork der Alben und die Musik ein drittes reines Kunstwerk.

Leider sind meine Englischkenntnisse nie so gut um die Details bis ins kleinste zu entschlüsseln, doch das nur mal am Rande noch erwähnt.

Auch wenn dies nun das feministe Album der Band sein soll, wie auch immer, so finde ich aber auch das die Musik düsterer, wenn auch mit mehr ruhigeren Passagen versehen, daher kommt.
Das Vorgängeralbum war, wie in dem Zitat oben schon erwähnt, ein wenig rauer, dieses hier bietet mehr Melodien und ruhigere Passagen, die den Songs mehr Tiefe verleihen.
Zudem bieten die Songs dies Albums untereinander mehr Abwechslung, fügen sich aber ideal zusammen zu einem Werk.

Mein Fazit : Ein tolles Album, gut produziert und in einem tollen Cover verpackt.
Cradle of Filth erfinden sich nicht neu, zitieren sich eher ein wenig an ihrer eigenen Vergangenheit und bilden so eine Melange ihrer früheren Werke.
Es wird kein großer Schritt gemacht, aber ein gutes Album, von der Qualität und der Kreativität her abgeliefert.

Die Songs sind teilweise nicht direkt eingängig, brauchen mehrere Hördurchläufe um sich zu erschliessen und auch um die Tiefe der Songs zu erfassen die hier geboten wird.
Aber wir haben ja nie gesagt das es leicht wird mit Cradle of Filth. So wie ich immer wieder Probleme habe die Werke in Worte zu fassen, so kompliziert ist die Musik stellenweise um sie zu erfassen.
Was aber auch bedeutet das die Songs ein langes Hörvergügen bieten, da sich hier und da immer wieder neue Feinheiten zu entdecken sind.
Trotz allem, ich kann das Album einfach nur empfehlen, da es vieles bietet was gute Musik und ein gutes Album ausmacht.
An der Komplexität und dem Ideenreichtum kann sich so mancher ein Vorbild nehmen.
Doch hört einfach mal rein und lasst das Album und die Songs der Band auf Euch wirken.

Weitere Infos :
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Tracklist :

01. The Cult Of Venus Aversa
02. One Foul Step From The Abyss
03. The Nun With The Astral Habit
04. Retreat Of The Sacred Heart
05. The Persecution Song
06. Deceiving Eyes
07. Lilith Immaculate
08. The Spawn Of Love And War
09. Harlot On A Pedestal
10. Forgive Me Father (I Have Sinned)
11. Beyond Eleventh Hour

Weblinks :

  • Webseite von Cradle of Filth
  • Cradle of Filth auf Myspace
  • Cradle of Filth in der Wikipedia
  • Aktuelle Besetzung :

    Gesang Dani Filth (Daniel Lloyd Davey)
    Bass Dave Pybus (seit 2005)
    Gitarre Paul Allender (1993–1996, seit 2000)
    Gitarre Charles Hedger (seit 2004)
    Schlagzeug Martin Škaroupka (seit 2006, live)
    Keyboard Ashley “Ellyllon” Jurgemeyer (seit 2009)