Review: Ektomorf – Redemption

Ektomorf haben schon wieder ein neues Album fertig, das letzte scheint mir noch gar nicht so lange her zu sein.
Knapp ein Jahr ist der Vorgänger erst alt, aus dem Jahre 2009 stammt What dosnt kill me und nun steht Ektomorf hier und haben den nächstzen Thrasher fertig und draussen.

Was soll man nun sagen und schreiben zu diesem Album ?
Klingt wie schon mal gehört, wie gehabt und bekannt ?

So klingt das neue Werk der Band aus Ungarn nur auf dem ersten Blick.
Klar, die bekannten Rythmen und Stampfer sind wieder mit dabei und wissen einen mitzureissen und zu überzeugen, doch Ektomorf haben sich in der kurzen Zeit ein Stück weiterentwickelt, weiter weg ohne die Wurzeln zu vergessen, doch wurden diese einfach erweitert.
Ektomorf klingen dabei immer noch so wie Sepultura früher, jedenfalls streckenweise, doch neue Stilelemente wurden den Songs hinzugefügt.

War am Anfang der Band noch ein DJ mit dabei und untermalte die Songs mit scratchings, so ist nun der Thrashmetal der Band erweitert worden um Nu-Metal Elemente wenn man dies nun so nennen mag.

Es wird teilweise gesungen, richtig gesungen und nicht nur geshoutet, es werden mehr ruhigere Parts in den Stil der Band und in die Songs integriert, was damit die Stimmung der Scheibe ein wenig auflockert und so mehr Abwechslung bietet.
Ob diese Veränderung nun gut ankommen wird, oder bei den Fans durchfällt werden wir sehen.

Es sind, um es auf den Punkt zu bringen, so einige Einflüsse aus den neunziger Jahren des Metal zu finden.
So finde ich das hier und da Korn zitiert wird, oder auch Nirvana.

Ektomorf hat sich um weitere Stile bereichert, ohne vom eingeschlagenen Ektomorf Stil abzuweichen welchen sie schon auf den ersten Alben duchblicken liessen.
Auch wenn nun neuerungen mit dabei sind wie eben der stellenweise leichte Grunge Einschlag, oder die Ausflüge Richtung Nu-Metal, so ist es insgesamt nur eine Verbesserung und Aufwertung des Gesamtwerkes mit dem Namen Ektomorf.

Ich finde diese Zitate nicht schlecht, sicher wird der eine oder andere dies als Manko empfinden, doch ich finde das dadurch eines der abwechslungsreichten und doch harten Ektomorf Alben entstanden ist.
Dadurch das die Wurzeln nicht verleugnet werden bekommt die Platte ihre Tiefe, behält den Ektomorf Groove und rockt mehr den je.

Mein Fazit : Ektomorf schreiten mit diesem Album wieder einen großen Schritt voran und ich halte es für eine der besten Veröffentlichungen in diesem Jahr, auch wenn ich die leichte Vermutung hege das Ektomorf damit nicht den großen Wurf landen wird.
Doch hoffe ich einfach das sie weiter vorankommen auf ihren Weg, denn sie sind schon lange keine Sepultura- und Max Cavalera Klone mehr, was ihnen zu beginn noch vorgeworfen wurde.

Das Album braucht vielleicht mehr als einen Hördurchlauf um sich zu entfalten, es erschliesst sich nicht im ersten Hördurchgang wie es teilweise bei den früheren Werken der Band der Fall war.
Doch gibt man Redemption diese Chance, dann finde ich, zündet das Album richtig, breitet sich aus und macht richtig Laune.
Also gebt dem Album die Chance, die es verdient.

Weitere Infos :
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Tracklist :


01. Last Fight 4:17
02. Redemption 2:51
03. I’m In Hate 3:25
04. God Will Cut You Down 3:04
05. Stay Away 2:26
06. Never Should 4:21
07. Sea Of My Misery 2:13
08. The One (feat. Danko Jones) 3:40
09. Revolution 3:49
10. Cigany 3:09
11. Stigmatized 4:38
12. Anger 3:28

Veröffentlichungstermin :
17.12.2010

Label :

AFM Records

Webseite :

Homepage von Ektomorf
Ektomorf in der Wikipedia

Diskografie :

* 1996: Hangok
* 1998: Ektomorf
* 2000: Kalyi Jag
* 2002: I Scream Up to the Sky
* 2004: Destroy
* 2005: Instinct
* 2005: Live And Raw – You Get What You Give…
* 2006: Outcast
* 2009: What Doesn’t Kill Me…
* 2010: What Doesn’t Kill Me (Festival Edition)

Besetzung :

Gesang, Gitarre : Zoltán „Zoli“ Farkas
Bass : Szabolcs Murvai (seit 2008)
Schlagzeug : József „Joci“ Szakács
Gitarre : Tamás Schrottner

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