Unvergessen: Chuck Schuldiner

Manche bezeichneten ihn als „The Father of Death Metal“ oder als „one of the most significant figures in the history of metal“. Er selbst war etwas bescheidener und empfand es als etwas übertrieben. Doch auch jetzt, 9 Jahre nach seinem Tod, ist der Einfluss von Chuck Schuldiner auf den Metal unbestreitbar. Mit ihm starb am 13.12.2001 einer der größten Metalgitarristen und ein unglaublich kreativer Musiker. Man mag sich gar nicht vorstellen, was er noch musikalisch hätte erschaffen können, wenn er nicht an den Folgen eines Krebsleidens im Alter von 34 Jahren gestorben wäre.

Mit seiner Band „Death“ war er einer der Pioniere des Death Metal, doch seine Musik ging noch weit über den Death Metal hinaus, vor allem später kam eine große Brise Progressivität hinzu. Die 7 Alben von Death sind eigentlich alle Meisterwerke. Besonders mag ich aber die beiden letzten „Symbolic“ und „The Sound of Perseverance“, die haben keinerlei Ausfälle und sind rundum perfekt.

Besonders erwähnen möchte ich auch noch das letzte Studioalbum von Schuldiner: „The Fragile Art of Existence“. Dies hatte er mit seiner neuen Band „Control Denied“ aufgenommen. Vielleicht könnte man es ganz gut als progressiven Power Metal (aber nicht das was man in Europa unter Power Metal versteht) einordnen. Das Album erschien 1999, den Gesang übernahm hier im Gegensatz zu „Death“ nicht mehr Schuldiner, sondern er überließ ihn Tim Aymar. (Falls euch der Name nichts sagt, dann empfehle ich euch mal die drei Alben von „Pharaoh„, der aktuellen Band von Aymar. Sehr, sehr gute Musik.)

Das Control Denied Album kommt zwar nicht ganz an die Klasse der letzten beiden Death Alben heran, aber ist auf jeden Fall empfehlenswert, gerade auch für Leute, die eher auf klaren Gesang stehen. Die Scheibe ist übrigens erst vor kurzem neu aufgelegt worden.