Review: The last Hangmen – Servants of Justice

Die Band The last Hangmen hat mich vor einigen Wochen angeschrieben ob ich ein Review schreiben möchte und sowas macht sie direkt sympathisch, denn eine Anfrage, ein kurzer Kontakt, das finde ich recht nett.

Doch muss am Ende für und in einem Review natürlich auch die Musik stimmen, sonst bringt die netteste Anfrage wenig, wie ich finde.
Wenn mir Musik nicht zusagt, oder einfach das falsche Genre ist, dann passt es bei mir nicht, das ist schliesslich auch eine Frage des persönlichen Geschmackes.

Doch genug der Vorworte, denn es geht hier nicht um mich, sondern um die Veröffentlichung der Last Hangmen, die ich euch hier vorstellen möchte, denn sie hat wirklich Potential.

Nach einem ein wenig langem Intro geht es los auf der Scheibe, wird Geschwindigkeit gemacht, aber, wie ich finde, mit Köpfchen.

Laut eigener Aussage agieren sie im Genre des Melodic Death Metal, was mittlerweile ein recht weit gefasstes Genre ist in dem so einiges unterkommt, doch was hier geboten wird stimmt mit meiner Definition von Melodic Death Metal überein, hier passt die Bezeichnung, was leider bei vielen Bands die unter diesem Label firmieren leider nicht so der Fall ist.

Das Coverartwork, das ich an sich gar nicht mal so schlecht finde, lässt hier bei der Platte eher auf eine Mischung aus Death Metal und Black Metal schliessen, was so aber nicht der Fall ist.
Das liegt vielleicht an den Klischees die ein solches Artwork mit sich bringt.
Es mag nun vielleicht wie ein Widerspruch in sich klingen, doch die Band bietet hier eine Mischung aus Bodenständigen, weil klassischen Death Metal, versehen mit frischen Ideen und verpackt in einem zeitgemäßen Gewand.

Die Scheibe ist nicht überproduziert wie viele der modernen Melodic Death Metal Alben die bei den großen Labels rauskommen, aber auch kein Kellergerumpel wie er heute immer noch bei manchen Eigenproduktionen vorkommt.
Höchstwahrscheinlich ist dem so weil die Band mit Victor Santura den gleichen Mischer an den Reglern hatten wie Akrea und Dark Fortress.

Es wäre nun sicher nicht übertrieben wenn ich sage das hier alles toll ist, doch die Produktion ist es, die Songs sind es ebenfalls, denn sie warten mit Ideen und Spielfreude auf, nur das Artwork, das sicher nicht schlecht ist, führt ein wenig auf die falsche Fährte.

Einem Plattenvertrag und alles was dazugehört darf nun eigentlich nicht mehr fehlen, wie ich finde.

Mein Fazit:Wie gesagt, ein Plattenvertrag steht nichts mehr im Wege, wäre ich Plattenfirmenchef, denn was hier geboten wird kann definitv mit all den großen mithalten, sich höchstwahrscheinlich sogar zwischen denen einreihen.

Hört also einfach mal rein bei The last Hangmen und bestellt Euch die Scheibe wenn sie Euch zusagt.

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Weiteres Infos :

Tracklist:
01 – The Gallow March
02 – Lupara Bianca
03 – The Hypocrite
04 – Crash Course Dying
05 – Little Ease
06 – Hang’em High
07 – Knocking Tombstones down
08 – Cloak and Dagger Operation
09 – Withdraw the Hangmen

Line-Up:

Simon Konze – Guitar
Ronny Garz – Drums
Peter Hantsche – Vocals
Sören Kube – Bass
Stefan Beckert – Guitar

Diskografie:

2010 – Promo 2010
2011 – Servants of Justice

Erscheinungsdatum des Albums :

01.07.2011

Im Eigenvertrieb:

Zu beziehen auf der Webseite der Band unter http://thelasthangmen.com

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