Review: An Assfull of Love – Prepare for Loveshock

Da schickt mir eine Band als Bemusterung eine Postkarte, handgeschrieben, von den Bandmitgliedern unterschrieben, mit einem Downloadlink und allem drum und dran.
Das sieht sehr nett aus, auch wenn es Werbung ist, wenn man es ernst nimmt, und doch spricht mich sowas an, denn es hat was persönliches, besser als irgendwelche Musterbriefe, die hier teilweise ankommen.

Sympathie wecken, das ist eben auch wichtig für eine Band, wie ich finde, und das haben An Assfull of Love mit dieser Postkarte definitiv erreicht.
Nun denn, also den Link, dem Handweiser dieser Postkarte folgen, die Musik, das Album, die Bemusterung runterladen und reinhören, hören was die Band, die hinter dieser Postkarte steckt, so zu bieten hat.

Das Coverartwork ist, wie auch das Motiv der Postkarte, ein wenig bunt geraten, verrät beides aber nicht wohin die musikalische Reise hier so geht.
Jedenfalls sagt mir weder der Stil des Artworks, noch der Bandname oder irgendwas anderes an der Aufmachung, was hier so kommen könnte.

Dafür sagt mir der nicht so sehr überladene Comicstil auf dem Plattencover zu, auch wenn die Dame einen recht verdrehten Eindruck hinterlässt.

Nun, auch wenn ich jetzt nicht aus dem ganzen hier schlauer werde, so kann ich doch einfach mal reinhören was die Band so, neben einem ungewöhnlichen Namen, zu bieten hat.

An Assfull of Summer spielen Rockmusik, Punk wäre hier vielleicht ein wenig falsch eingestuft, wobei es einige Bands gibt die dies hier als Punk vermarkten.
Im Presstext wird auf Glamrock Bands wie Mötley Crüe verwiesen, auf The Darkness und Kiss, ferner wird von Glam-Punk gesprochen, ich weiß nicht ob das alles so zutreffen ist, ob das alles dem Stil und der Musik von An Assfull of Summer gerecht wird.

Die Band hat schon was von Glam-Punk, das kann schon passen, aber einen direkten Vergleich zu Kiss, das ist ein wenig zu hoch, Kiss sind Kiss, The Darkness, erinnert sich noch jemand an die ?
Und Mötley Crüe sind auch ein wenig speziell, als das man sich mit diesen so direkt vergleichen sollte.

Nun ja, irgendwelche Maßstäbe müssen mitgegeben werden, ich wüsste nun nicht in welche Richtung ich die Band hier vergleichen würde, vielleicht fällt mir nichts passendes ein, aber mit den eben genannten nun auch nicht so wirklich.

Wer sich nun schon ein Bild machen möchte, wie die Band aussieht, wie sie klingt und agiert, hier das aktuelle Video zu einem Song aus dem Album:

Mein Fazit:

Die Musik, die Band, machen Laune, spielen guten, rockigen Glam-Punk, das würde schon passen, das Genre Glam Punk Rock, wobei Glam eher aus der Metal Ecke kommt, aber egal.
Wo das Coverartwork im Comic Stil, mit der Lara Croft Polizistin mit verdrehten Oberkörper noch an irgendwas aus der lustigen Punk Ecke vermuten lässt, versteckt sich gute rockende Musik hinter, die zwar an manchen Ecken und Enden schon bekannt klingt, vielleicht die Welt nicht neu erfindet, aber trotzdem einfach gelungen rockt, nichts anbrennen lässt und einfach dafür da ist um eine gute Zeit zu haben, eine gute Party oder eben einen guten und gelungenen Konzertabend mit An Assfull of Love.
______________________________________________________________________

Tracklist
My Friend Jack
Celebrate Your Life
Rock’n'Roll Rollercoaster
Mr. Chaos
We Were Young
Striptease
No Pressure
Prepare For Loveshock
Weiter
Never Get Away
Assdance
Señor José

Besetzung
Daniel Isengard – vocals
Sascha Schell – lead guitar
Nicolas Griesang – rhythm guitar
Bern Horn – bass
Florian Heib – drums

Erscheinungsdatum
02.09.2011

Label/Vertrieb
Megapress/Soulfood

Weblinks
www.assfull.de
facebook.com/AnAssfullOfLove
myspace.com/assfull

Schlagwörter: , , ,