Review: The Undergrave Experience – Macabre

Zuerst einmal vorneweg, hier auf der Platte sind nicht nur die Song lang, sondern auch der Titel, denn eigentlich müsste es Macabre – Il Richiamo Delle Ombre heissen, doch irgendwann passt es dann auch nicht mehr in die Überschrift.

Bei Doom muss es eben lang sein, die Musik, und auch die Überschrift.
Es scheint mir eine eigenenart dieser Musikrichtung zu sein das die Songs langsam, träge daherfliessen, sich schwer aufbauen, quasi dahertropfen, Ton für Ton, Note für Note.

Das ganze hier von The Undergrave Experience ist nochmal eine Stufe langsamer, versucht, ähnlich Filmmusik, eine Stimmung aufzubauen, erinnert vielleicht ein wenig an Gothic Metal und eben ein wenig an Filmmusik.

Was ich persönlich nicht verstehe ist, das alles in einen Song gepackt werden muss, alles was man, und es sei es nur der Übersicht halber, auch splitten könnte.

Ein Intro, den ersten Part, den nächsten Part, auch wenn es alles zusammengehört, eine Story, ein Gefühl versucht zu vermitteln.
Es wäre zumindestens als Hörer leichter einzusteigen, eine Stelle nochmal zu hören und wiederzufinden.

Der erste Song dauert vierundzwanzig (24) Minuten, will man eine Passage nochmal hören, dann muss man, es handelt sich hier um eine CD, entweder den ganzen Song nochmal hören, oder sich gut die Stellen merken um bis dahin vorzuspulen.

Bei einer LP kann man wenigstens einfach die Nadel versetzen, das geht hier nicht so einfach.

Egal, bei Funeral Doom, das habe ich nun gelernt, sind die Songs ein wenig langsamer als in anderen Metal-Musikrichtungen, dafür sind die Songs aber um einiges Länger als in den anderen Musikrichtungen.

Mein Fazit: Funeral Doom will sich bisher mir noch nicht erschliessen, es scheint nichts für mich zu sein.
Wo ich schon normalen Doom schwer zu greifen finde, da entzieht sich der Funeral Doom mir bisher noch mehr.
Es scheint Geschmackssache zu sein, leicht ist die Musik sicher nicht, nebenher lässt sie sich auch nicht so wirklich hören, somit benötigt die Musik Zeit, nicht nur für die Songlängen, sondern auch für den Hörgenuß eben dieser.
Doch weiß ich nicht ob dann die eher simplen, trägen Songstrukuren nicht schnell langweilen, da hier viel auf monotone Wiederholung gesetzt wird.

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Tracklist
1. Mater Mortalis Tenebrarum
2. Zombie Graveyard Horizon (Ballata Mortale)

Erscheinungsdatum
15.08.2011

Genre
Funeral Doom Metal