Review: Coilguns / Kunz – Split CD

Was kommt denn hier ins Haus geflattert ?
Eine recht schlichte, dadurch aber auch recht chice, limitierte Split-Veröffentlichung der beiden Bands Coilguns und Kunz.
Aufgemacht ein wenig wie eine Vinylsingle, jedenfalls die Digipak Hülle, dazu noch handnummeriert.
Diesen Nummern entnehme ich das diese Veröffentlichung hier auf 250 Exmplare limitert wurde.

Davon wurden 150 Kopien auf der US, UK und Europa Tour unter die Leute gebraucht.
Nun, halten wir uns aber nicht lange an der schlichten und gelungenen Verpackung auf, sondern gehen direkt weiter zur Musik, denn darauf kommt es an, dahin verweist auch die Hülle, denn mehr als nur eine Hülle wird hier auch nicht geboten.
Ein Faltblatt, schlicht gehalten, ein paar Infos und dann kommen wir auch schon zur CD.

Ein Split-Album als CD, das ist schon eine komische Sache, denn Spit-Alben machen für mich als Schallplatte oder als Musikkassette irgendwo noch einen Sinn, jede Band bekommt eine Seite der Veröffentlichung und keine muss vor der anderen stehen.
Das ist hier natürlich der Fall, anders geht es leider auf einer CD auch nicht, denn meistens hat eine CD keine zwei abspielbaren Seiten.
Nun gut, damit steht Kunz hinter Coilguns, welche ich mir damit auch nur in der Reihenfolge anhöre wie sie hier auf der CD sind.
Geboten wird hier ordentlicher Metalcore, oder Hardcore mit Metaleinflüssen, oder wie ich es nun genau nenne darf.
Coilguns geben direkt von der ersten Sekunde an Gas, machen Tempo, Mastoid stellt damit direkt klar wohin die Reise geht.
Wie gesagt, eine Mischung aus Metal, beziehungsweise Metalcore, und Hardcore, es wird damit laut, schnell und spannend.

Kunz stellt dahingegend direkt einen Kontrast zur schnellen Musik von Coilguns dar, denn es wird schleppend, der Split auf der CD hier ist zu merken, im Stil der beiden Bands findet eine hörbare Veränderung statt.
Die Musik von Kunz geht nun eher in die Richtung des Doom, wenn man dies hier so benennen darf.
Die Musik schleppt sich ein wenig dahin, driftet manchmal ein wenig in die Richtung von Krach ab, aber gewünschten, wie mir scheint.
Recht spannend, was hier passiert, vor allem weil es streckenweise minimal klingt, aber trotzdem durchdacht und eine breite Sounddichte aufweist.

Die Veröffentlichung hier, diese Split-CD wird in kürze nochmal erscheinen, in einer anderen Version mit einem anderen Artwork, soweit ich das überblicke, wie die Preisgestaltung dazu aussieht, das kann ich derzeit noch nicht sagen.

Mein Fazit:Warum bringen nun zwei Bands eine Split-Scheibe raus, die stilistisch so unterschiedlich sind ?
Die Antwort ist einfach, Coilguns und Kunz sind zwar zwei verschiedene Bands, aber insgesamt sind sie wiederrum nur eine, denn beide Truppen sind irgendwie bei The Ocean aktiv.
Damit erklärt sich, wie das hier alles zusammenpasst.

Durch die beiden Bands auf dieser Split-Scheibe ist das Spektrum der Abwechslung der Musik recht groß, doch passt es schon im groben gut zusammen.
Ferner ist so eine Split-Scheibe, wie diese hier, um sich der Welt zu präsentieren, um eine erste Veröffentlichung zu haben die man seinen Fans auf den Konzerten zum Beispiel mitgeben kann.

Musikalisch wird hier ein interessantes Lebenszeichen gesetzt, ein Lebenszeichen das sicherlich den einen oder anderen zu überzeugen weiß.
So lasst Euch auch von Coilguns und Kunz überzeugen, diese Veröffentlichung ist die ideale Gelegenheit dazu.

_________________________________________________________________________________________________________________

Tracklist

Coilguns
Mastoid
Phersu
Kachinas

Kunz
Flow
Apnea
Flush
What makes me sleep (feat. Mike Pilat)

Label
Pelagic Records

Erscheinungsdatum
26 September 2011

Weblinks
Coilguns auf Reverbnation
Coilguns auf Youtube
Homepage von Kunz