Review: Maybeshewill – I was here for a moment, then I was gone

Ich muss zugeben, die Band kannte ich bisher noch nicht, doch soll sie schon zwei Alben draussen haben.
Ich muss auch zugeben, die Musikrichtung kann ich nicht wirklich einsortieren, auch wenn ich es wollen würde, es ist beschwerlich hier die richtige Richtung zu finden, die richtige Schublade in die ich einfach mal so Mabeshewill stecken könnte.

Ich kann die Musik wirklich nicht sortieren, doch kann ich mich an einer Beschreibung eben dieser versuchen.
Es ist, soweit ich das nun überblicken kann, Musik ohne Gesang, nur Melodien, sie plätschert so daher, ist aber keine Entspannungsmusik, oder wie man diese Platten nennen mag, sondern es handelt sich hierbei schon um Rockmusik im groben Sinne.
Es wird auch zwischenzeitlich gerockt, hier und da, doch ist es eben keine simple Rockmusik, sondern eher etwas komplexer, es wird mit den Tönen versucht eine Story zu untermalen die der Hörer für sich selber erst entwickeln darf.
Aufgrund dessen das keine Texte vorhanden sind wird keine Story, keine Handlung, kein Thema für die Songs, für das Album vorgegeben.
Die einzigen Anhaltspunkte ist nun der Albumtitel, sowie die Songtitel, die einen groben Anhaltspunkt geben, aber der Rest verbleibt komplett beim Hörer.

Mein Fazit: Die Musik ist streckenweise nicht einfach, vor allem weil der rote Faden, an dem man sich mit seinen gewohnten Musikhöreigenschaften orientieren könnte, fehlt.
Es ist kein typischer Songaufbau, es fehlt, wie erwähnt, der Text, damit die Gesangsstruktur.
Der Hörer, die Hörerin muss sich auf die Musik verlassen, einlassen und fallenlassen.
Das ist sicher nicht immer einfach, das ist sicher auch nicht in jeder Situation möglich, doch wenn man vorhat Musik nicht nur nebenbei zu hören, sondern sich hinzusetzen und eben Musik zu geniessen, damit in eine Traumwelt zu verschwinden, dann wird das was Maybeshewill hier machen genau das richtige sein.
Es werden Bilder, Welten, Szenen und Situationen alleine durch die Töne der Musik erstellt, für jeden Hörer sicherlich eine komplett andere Welt, in anderen Farben.
Für meinen Teil ist das was hier passiert manchmal anstrengend, vielleicht auch einfach weil man diese Art von Musik, die den Hörer fordert, einfach nicht immer und überall gehört werden kann.

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Tracklist
01. Opening
02. Take This To Heart
03. Red Paper Lanterns
04. Critical Distance
05. Accolades
06. And End To Camaraderie
07. Words For Arabella
08. Farewell, Sarajevo
09. Relative Minors
10. To The Skies From A Hillside

Label
Function Records / Cargo

Erscheinungsdatum
23. September 2011

Webseite
www.maybeshewill.net

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