Listenalarm: 2010 – Platz 9: THE SWORD – Warp Riders

Was es mit dem Listenalarm auf sich hat, habe ich hier versucht zu erklären. Alle bisher in dieser Reihe veröffentlichten Beiträge sind am Ende des Artikels verlinkt.

(Anmerkung: Ich versuche zu allen Alben in dieser Rubrik Hörbeispiele zu finden und zu verlinken, da das Internet aber manchmal sehr kurzlebig ist, kann es sein, dass die Links nicht mehr aktuell sind, wenn ihr diesen Beitrag lest.)

 

Die musikalische Entwicklung der Band, die sich bereits auf dem zweiten Album “Gods Of The Earth” angedeutet hatte, wurde fortgesetzt. Der Doom- bzw. Stonereinfluss wurde weiter zurückgefahren und die Metal-/Rockanteile erhöht. Für meine Ohren ist die Mischung jetzt genau perfekt und ich hab wirklich Freude beim Anhören. Die Gitarren blasen nur so aus den Boxen und das Album groovt wie Hulle.

Warp Riders ist das erste Konzeptalbum der Band und geht, wie man schon am simplen aber genialen Cover sehen kann, in Richtung Science-Fiction allerdings immer mit Blick auf Tod und Wiedergeburt.

Nach einem passenden instrumentalen Intro ist man schon gut einstimmt auf das, was da kommen wird. Als erster Song mit Gesang folgt dann das bereits vorab online gestellte “Tres Brujas”. Ein ordentlicher Song, der meine Vorfreude vorab schon steigerte, gleichwohl gehört er sogar zu den schwächeren Songs des Albums. Aber wirklich schwach ist auf dem Album eigentlich nichts.

Ich hatte es zwar gehofft, bin aber doch überrascht, wie die Band die Leistung ihrer beiden ersten Alben beibehalten konnte und scheinbar jetzt ihren Sound gefunden hat. Mit Sicherheit ist die Veränderung in der musikalischen Ausrichtung nicht jedermanns Sache, ich komme gut damit klar und so dramatisch ist es nun auch nicht, sondern eigentlich nur konsequent.

Über die Zeit hat das Album bei mir sogar noch gewonnen, immer mehr kleine Details und stilistische Anspielungen erschließen sich einem, so dass die Scheibe einfach nicht langweilig wird.

100 % perfekt ist das Album natürlich auch nicht, etwas Luft nach oben hat die Band schon noch, aber in meinen Ohren sind sie schon ziemlich nah dran und können fast durchgängig in den rund 48 Minuten Spielzeit überzeugen. Und es muss ja auch immer noch etwas Luft nach oben sein für das nächste Album.

 

Meine Albumversion hat 13 Songs (davon 3 Bonustracks) mit ca. 1:02 h Spielzeit

Bandhomepage: swordofdoom.com

Hörproben:


The Sword mit Lawless Lands

The Sword mit Night City
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Listenalarm 2010:

Unter ferner liefen, Platz 15 (Zaz – Zaz), Platz 14 (Kylesa – Spiral Shadow), Platz 13 (Nachtmystium – Addicts), Platz 12 (Alter Bridge – AB III), Platz 11 (Dawnbringer – Nucleus)Platz 10 (Procession – Destroyers of the Faith), Platz 9 (The Sword – Warp Riders), Platz 8 (Långfinger – Skygrounds), Platz 7 (Ghost – Opus Eponymous), Platz 6 (Haken – Aquarius), Platz 5 (Heljareyga – Heljareyga), Platz 4 (Nevermore – The Obsidian Conspiracy), Platz 3 (Manic Street Preachers – Postcards From a Young Man), Platz 2 (Flotsam and Jetsam – The Cold), Platz 1 (Major Parkinson – Songs from a Solitary Home), Zusammenfassung