Review: Grown Below – The Long Now

Langsam startet dies Album, langsam, aber nicht unangenehm, wobei Intros nicht wirkliche meine musikalische Welt sind und dies hier wie ein sehr langes Intro sich anhört.
Aber es ist kein Intro, es scheint der Song zu sein, denn die Musik bleibt wie sie ist, dann setzt der Gesang, oder die Growls ein.
Es scheint sich also nicht um ein Intro zu einem Song zu handeln, sondern der Song als solches ist es das hier langsam und eigentlich monoton daherkommt.

Was wird mir hier also eigentlich genau geboten ?
Laut dem kurzem Pressetext soll es sich bei dem was hier von Grown Below abgeliefert wird um einen Mix aus Post Rock und Sludge Metal handeln.
Also, wenn ich mir die Genres so ansehe, dann halte ich es für eine komplizierte Einordung, wenn der Vorläufer des Sludge der Doom Metal aber auch der Hardcore Punk ist.
Aber von mir aus, jedes Kind braucht einen Namen, jedes Album eine Schublade, und ich will es auch gar nicht daran festmachen wie die Schublade heisst in die sich eine Band und deren Plattenfirma steckten wollen.

Aber was ich aus der Sludge Ableitung grob entnehmen kann ist der Verweis auf den Doom Metal, denn dieser ist schon eine grobe Beschreibung dieser Musikrichtung, die hier geboten wird.
Grown Below sind nicht so düster wie viele Doom Bands, was wahrscheinlich der Post Rock Einfluss darstellt, aber die Musik ist schon recht doomig, die Songs streckenweise monoton, sich wiederholend, langatmig, daher auch nur sieben Stücke auf dieser Veröffentlichung.

Mein Fazit: Grown Below waren mir vor dieser Veröffentlichung kein Begriff, auch die Musikrichtung ist noch immer nicht so wirklich meine Welt, es ist mir, mit verlaub, ein wenig zu monoton, zu lang und zu eintönig, zu wenig Abwechslung wird mir hier geboten.
Wobei, das kann ich so auch nicht sagen, die Songs sind in sich auf der Strecke und auf der Dauer schon ein wenig Abwechslungsreich, aber dazu muss man Geduld mitbringen.
Genau das scheinen die Markenzeichen von Doom zu sein, das man als Hörer Zeit mitbringen muss.
Die einen werden das sicher „auf sich wirken lassen“ nennen, ich nenne es dann auf Dauer doch einfach „langweilig“.
Langweilig, das ist hier zwar ein wenig der falsche Begriff, vielleicht habe ich auch einfach zu wenig Geduld mit der Musik, aber ich würde gerne von Anfang eines Songs überzeugt werden, oder in der ersten halben, oder ersten ganzen Minute, nicht erst nach drei oder mehr Minuten.
Das alles wird bestimmt seine Fans finden, was Grown Below hier machen, doch meine Welt ist die Musik dann doch leider nicht, wobei ich auf dem Album den einen oder anderen spannenden und gelungenen Aspekt entdecken konnte.

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Tracklist
1. Trojan Horses
2. Devoid of Age
3. The Abyss
4. Minaco II – Nebula
5. End of All Time
6. The Long Now
7. Malklara

Erscheinungsdatum
26.09.2011

Label
Solitude Productions