Review: Always wanted War – -Minus

Auch wenn es in der Überschrift hier komisch aussehen mag, doch heisst das Album so, wie es heisst, es heist -Minus, also mit diesem Minusstrich vor dem Titel.
Da kann ich nichts machen, bei den Reviews wird hier im biotechpunk immer der Bandname und der Albenname voneinander mit solch einen Strich getrennt.
Das sieht jetzt natürlich komisch aus, aber dafür wartet das Album selber mit einem gelungenen Artwork auf, das macht dies alles wieder wett, oder ?
In diversen limitierten Versionen kommt das Album daher, als LP, als CD im Digipak, als Doppelalbum mit einer weiteren TIMS Veröffentlichung, mit dem namensmässig passendem Album +plus von rha.

Jetzt kann ich noch sicher vieles über diesen Albumnamen und dergleichen schreiben, doch das muss nicht sein, wie ich finde, ich sollte viel eher langsam mal zum Album an sich gelangen, zur Musik die hier geboten wird.

Geboten wird uns hier Screamo, wenn es als Genrebezeichnung durchgeht.
Screamo welcher eher aus der Punk und Hardcore-Ecke dies alles angeht, weniger aus der Metalecke.
Am Ende kommt immer noch Screamo dabei heraus, aber ich finde der Ansatz und die Umsetzung ist dabei eine leicht andere.
Wobei das auch alles egal ist wie das hier heissen mag und in welche Schublade es passen könnte, wenn die Umsetzung mehr als gelungen ist und das ist sie hier bei Always wanted War auf jeden Fall.

Mich persönlich überzeugt das Album, der Sound, die Musik die Always wanted War hier abliefern, und dazu alles noch in einem gelungenem Cover verpackt, aber das hatte ich ja schon zu beginn dieses Reviews.

Mein Fazit: Das Album überzeugt, ich weiß nicht wieso ich noch nicht früher auf Always wanted War gestoßen bin, ich habe was verpasst.
Aber leider kann ich meine Ohren nicht überall haben und so finde ich manche Schätze erst ein wenig später, so ist dies leider.
Doch lieber ein wenig später als überhaupt nicht.

Always wanted War spielen hier nun also hardcorelastigen Screamo, welcher recht abwechslungsreich und auch unterhaltsam daherkommt.
Abwechslungsreich, weil eben nicht nur mal eben hier zehn Songs immer gleichbleibend runtergezockt werden, sondern verschiedene Ansätze angegangen und umgesetzt werden.
So zum Beispiel der Rap-Part in dem Stück Winter´s Bane.
Aber auch bereichernd und die Stimmung auflockernd sind Einspieler, wie es im letzten Song The Neighborhood geschieht.
Ich finde das gibt der Platte noch mal mehr Tiefe, recgt zum Nachdenken statt einfachem konsumieren an so das dies Album in Erinnerung bleibt, und darum geht es auch ein wenig, um Unterhaltung aber auch um die Kunst der Musik an sich.
Wer Screamo mag dem kann ich Always wanted War an dieser Stelle nur empfehlen.

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Tracklist
1. The long way home
2. Reality
3. Stray
4. Winters bane
5. Twisting Knife
6. The Oldmaster
7. Dancing through Time will never be the same
8. The Neighborhood

Erschienungsdatum
12.2011

Label
Tief in Macellos Schuld Records

Webseite
Always wanted War