Review: Ektomorf – The Acoustic

Ektomorf mit einem Acoustic-Album. Brauch ich das, was bringt das, und vor allem, was soll das ?
Diese Fragen schossen mir als erstes durch den Kopf als ich von eben diesem Album hörte, als ich die Meldung bekam das Ektomorf solch ein Album veröffentlichen werden.
Ektomorf, das ist Thrash, die Musik ist laut, sie rockt und nun soll das alles ohne Verstärker, ohne elektrischen Strom funktionieren ?

Ich bin skeptisch, ich war skeptisch und ich weiß sicher immer noch nicht wo ich diese Scheibe einordnen kann und soll.

Wer nun Ektomorf mit diesem Album erwartet wie er die Band aus der Vergangenheit kennt, der sollte vielleicht ein wenig Abstand von dieser Veröffentlichung nehmen, es ist eher ruhiger hier auf dem Album.

Vielleicht sollte ich das hier alles als Experiment sehen, das ganze, dann wäre es sicherlich einfacher in der Biografie der Band einzuordnen.
Aber einfach soll es hier nicht sein, denn das Album, so erstaunlich es sich nun anhören mag, ist eine Ektomorf-Veröffentlichung, ein wenig anders, aber die Handschrift der Band ist zu erkennen, wie ich finde.
Nicht immer ganz so offensichtlich, aber sie ist zu erkennen, was vielleicht auch daran liegen mag das bekannte Songs hier in einem neuem Gewand daherkommen.

Die ganze Sache kommt mir hier recht überraschend, gar ein wenig erfrischend um die Ecke, vor allem weil ich nicht mit gerechnet habe, ich nicht mal mit einem neuen Ektomorf Album insgesamt gerechnet habe.

Zum Background der Band, zur Geschichte, wenn man als Fan und Hörer die bisherigen Alben aufmerksam gehört hat, dann wird sicher zu erkennen gewesen sein das solch ein Acoustic Album möglich gewesen ist.
Ansätze in den bisherigen Veröffentlichungen gab es immer wieder mal, hier wurden sie nun konsequent durchgezogen und ausgelebt, was ich für diese hier recht kraftvollen Songs ziemlich gut finde.

Mein Fazit: Ektomorf rocken, auch in dieser Acoustic-Version, wobei ich nicht direkt daran geglaubt habe das es funktionieren könnte, aber genau das passiert hier, es funktioniert, das Konzept geht auf.
Die Songs bekommen dadurch das sie Acoustic dargeboten werden mehr Platz um sich in den Details zu entfalten und beweisen mir dadurch das sie zu Recht Knaller sind.
Auch wenn das Konzept, oder vielleicht das ganze Genre der Acoustic Sachen nicht ein jeden sein Geschmack ist, wer Ektomorf mag und ein wenig Abwechslung liebt der sollte hier mal ein Ohr riskieren und reinhören.
Um zur Einleitung dieses Reviews zurückzukehren, was es bringt und wer es braucht; ich brauche diese Veröffentlichung sicher nicht zwingend, aber sie macht gute Laune, die Songs sind klasse arrangiert und überzeugen mich in dieser Version vollkommen.

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Tracklist
01. I Know Them
02. I´m In Hate
03. Be Free
04. Redemption
05. Simple Man
06. To Smoulder
07. Folsom Prison Blues
08. Again
09. Through Your Eyes
10. Fate
11. Stigmatized
12. Who Can I Trust

Besetzung
· Zoltán Farkas (vocals, guitar)
· Zsabolcs Murvai (bass)
· Michael Rank (guitar)
· Robert Jaksa (drums)

Erscheinungsdatum
17. Februar 2012

Label
AFM Records

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