Review: Radare – Hyrule

Von Radare habe ich hier ein Album zugeschickt bekommen, eine Album, das so sicherlich nicht die einfachste Kost ist, soviel sei an dieser Stelle schonmal vorab erwähnt.

Einem Album welches hier als schlichtes und dadurch recht chices Digipak daherkommt, schwarz, mit wenig ablenkenden Grafiken, auf matter Pappe.
Sehr elegant das ganze, finde ich.
Mit wenigen Mitteln ein überzeugendes Artwork geschaffen.

Doch wie das Artwork meinen Blick in seinen Bann zieht, so versucht sich die Musik auf diesem Album ebenfalls daran.
Zwei Songs sind auf dem Album, zwei Songs die beide über zehn Minuten lang sind.
Damit kommt das Album auf über 25 Minuten Spielzeit und verdient den Titel „Album“, wobei, EP könnte hier sicher auch passen.

Geboten wird uns in dieser Zeit instrumentaler Doom, jedenfalls passt es vom Songaufbau und den Strukturen hier zusammen, wobei die Musik dann doch ein wenig verspielter, nicht so düster ist wie ich es von Doom gewohnt bin.

Das mag vielleicht daran liegen das ich eher härteren Doom kenne und höre, der aus der Metal, oder Black Metal Ecke kommt, weniger aus dem Rock Genre.

Doch egal woher dies kommen mag, es ist schon Doom, instrumental dazu noch, ruhiger als eben aus dem Black Metal kommender Doom, dafür verspielter, mit Platz für die Musik um eine Geschichte für den Hörer entstehen zu lassen.
Ob dann Geschichte zu den Songtitel entstehen, oder andere Verbindungen zur Musik gefunden werden steht dann auf einem anderen Blatt, doch die Musik von Radare gibt die Chance und Möglichkeit dazu, wenn man sich drauf einlassen möchte.

Wenn man sich nicht drauf einlassen möchte dann kann man die Musik streckenweise auch als Hintergrundmusik laufen lassen, doch lassen die Songs dann doch nicht immer die Möglichkeit, sie holen sich die Aufmerksamkeit wieder zurück.

Mein Fazit: Ein überraschendes Album, mit nur zwei Songs, einem Titel der mich an Zelda erinnert, diesem Game Boy Spiel, und das mit gelungenen, Platz lassenden und Geschichten erschaffenden Songs aufwartet.
Sicher, auch wenn es nicht Hardcore Doom ist, es ist trotzdem keine leichte Kost die hier passiert.
Das sind Song die genossen werden wollen, und auch sollten.

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Tracklist
Filth (oder: im Dreck Einschlafen) (12:37)
Zur stillen Vernunft (13:17)

Erscheinungsdatum
19 September 2011

Label
Shark Men Records

Webseite
Radaredoom.com

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