Review: U.D.O. – Celebrator

Udo Dirkschneider wurde gerade 60 und U.D.O. können ihr 25. Jubiläum feiern. Zu diesem Anlass wird nun mit Celebrator kein herkömmliches Album oder eine weitere Best-Of Sammlung veröffentlicht, sondern eine Zusammenstellung von 25 Songs, die bisher entweder unveröffentlicht waren, als B-Seiten auftauchten oder lediglich als Bonustracks verwendet wurden. Garniert wird das Ganze mit einem schicken und passenden Cover (gefällt mir auf jeden Fall besser als das Artwork zu Rev-Raptor).

Mit Celebrator sind die Feierlichkeiten aber noch nicht abgeschlossen, im August soll noch eine Live CD/DVD zur Rev-Raptor Tour folgen. Doch jetzt geht es erst mal um Celebrator.

Als eine Art Disclaimer sollte ich vielleicht erwähnen, dass die Musik von U.D.O. mich nie wirklich interessiert hat und auch Accept, die Band mit der Udo Dirkschneider bekannterweise groß wurde, war nie 100 % mein Fall (auch jetzt die beiden neuen Accept Alben mit Mark Tornillo sind nicht meine Welt).

Dirkschneider hat seinen gewissen Stil und zieht den eigentlich auch immer durch. Entweder man mag diesen Stil oder man kommt nicht so ganz darauf klar, wie ich zum Beispiel.

Dennoch kann und muss ich aber dennoch anerkennen, dass Udo selbstverständlich einer der ganz Großen in der Branche und ein Aushängeschild für den Metal aus Deutschland ist.

So konnte sich Dirkschneider auch mit Accept und U.D.O. eine große Fanbasis erspielen, die mit Sicherheit hier die eigentliche Zielgruppe ist. Die dürfen sich auf jeden Fall über so interessante Dinge freuen wie eine Version von “Head over Heals” mit Hammerfall, eine Piano Version von “Balls to the Wall” oder eine sehr, sehr gewöhnungsbedürftige Version vom Klassiker “Born to be Wild” mit Raven (wie kann man den Song nur mit diesem hohen Gesang verhunzen?).

Fazit: Für Fans ist die Platte wohl ein Muss, für Leute wie mich aber eher verzichtbar. Es sind halt doch viele Songs dabei, die ganz nett sind, um sie einmal zu hören, aber wo der Reiz fehlt, sie erneut hören zu müssen.

Celebrator ist aber immerhin eine gute Sache um den Fans eine einfache Möglichkeit zu bieten an einige schwerer erhältliche Tracks zu kommen.

Um einen Einblick in die Welt von U.D.O. zu erhalten, ist aber vermutlich (u.V., denn ich kenne sie beide nicht) eine der beiden Best-Of Alben die bessere Variante (Best-Of aus dem Jahr 1999 und Metallized aus dem Jahr 2007).

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VÖ: 04.05.2012

Homepage: udo-online.com

Spielzeit: ca. 1 Stunde 47 Minuten

Tracklist:

CD 1
01. Stormbreaker (Remix)
02. Tallyman (Remix)
03. Run! (Remix)
04. Free Or Rebellion (Remix)
05. Bleeding Heart
06. The Silencer
07. Bodyworld (Remix)
08. Systematic Madness (Remix)
09. Head Over Heels (Hammerfall feat. Udo Dirkschneider)
10. Balls To The Wall (Piano Version)
11. Artificialized
12. They Only Come Out At Night (Lordi feat. Udo Dirkschneider)
13. Streets Of Sin (Remix)

CD 2
01. Tears Of A Clown (Orchestral Version)
02. Man A King Ruler (Remix)
03. Hardcore Lover (Remix)
04. Scream Killers (Remix)
05. Planchet Soldat (Faktor 2 feat. Udo Dirkschneider)
06. Borderline
07. Dancing With An Angel (Remix)
08. X-T-C (Remix)
09. Azrael (Remix)
10. The Key (Remix)
11. Metal Gods
12. Born To Be Wild (Raven feat. Udo Dirkschneider)