Review: Ufomammut – Oro

Ufomammut, so der Name dieser Band, kommt hier mit einem fünf Songs umfassenden Album daher.
Von der reinen Songanzahl würde ich nun auf eine EP tippen, doch sollte dann der Blick auch auf die Länge der Songs gehen, die sind alle über fünf Minuten, zwei über zehn Minuten lang.
Da passt der Bandname schon recht gut zur Musik die sie hier darbieten, denn an ein Mammut denke ich schon das eine oder andere Mal beim hören dieser Lieder.

Ich weiß ja, diese Art und Weise die Songs darzubieten, dieses träge und schleppende, das gehört zum Genre, das gehört zum Stil, auch das regelmäßige Wiederholen, doch habe ich immer wieder den Drang die Songs ein wenig vorzuspulen in der Hoffnung das dies Intro des Liedes vorübergehen wird und es damit endlich starten kann.

Das widerspricht aber dem Sinn des ganzen, der Stimmung die hier erzeugt werden soll und auch erzeugt wird, das widerspricht dem kompletten Songaufbau, doch habe ich eben immer wieder die Lust dies alles einfach vorzuspulen.
Dem könnte ich umgehen wenn ich solche Musik wie sie Ufomammut spielen einfach auf einer Langspielplatte hören würde.

Laut der Wikipedia, auf die ich gestoßen bin um mich über Ufomammut zu informieren, spielt die Band hier eine Mischung aus Stonerrock, Sludgemetal, Doom, Spacerock und Psychedelic.
Diese Einflüsse und Stile passen als Bezeichung für das was hier passiert.

Nachdem ich aber bereit bin für die Musik, nicht weitergespult habe, sondern das Album, die Songs habe laufen lassen konnten sie sich in meinen Gehörgängen entwickeln und entfalten und auch wenn es nun nicht mein Musikgeschmack, nicht meine Musikrichtung ist die ich höre, so kann die Musik trotzdem funktionieren.

Begeifen und verstehen muss ich die Songs, die Musik nicht, doch lassen sich die Lieder dadurch das ich sie auf mich wirken lasse trotzdem begreifen, wird eine Stimmung und eine Story vermittelt.

Mein Fazit: Auf solche Musik muss man sich als Hörer einlassen, einlassen können, bereit für dies hier sein sollte der Hörer damit es funktioniert.

Nun muss man kein Fan dieses Genre sein um die Musik zu verstehen, nur bereit muss man hierfür sein, das ist ein wichtiger Ansatz, denke ich.

Liebhabe dieser Genres werden an Ufomammut sicher ihre Freude haben, ich habe meine Stellenweise, doch ist es auf die Länge dieses Albums streckenweise doch einfach zu viel des Guten.

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Tracklist
01. Empireum 13:55
02. Aureum 12:28
03. Infearnatural 7:27
04. Magickon 7:57
05. Mindomine 9:18

Erscheinungstermin
13 April 2012

Label
Neurot Recordings