Review: Blinker Links – Wir sind doch keine Reggaeband

Wir sind doch keine Reggaeband – So das Motto dieses Albums von Blinker Links, einer Band die Akzente zu setzen weiß.
Sie wissen anzuecken, sind nicht immer politisch Korrekt, machen ihr Ding und gehen ihren Weg, wie es sich gehört für eine kreative Band, eigentlich.
Klar, nicht immer alles gefällt mir, nicht immer stimme ich mit den Aussagen Blinker Links überein, doch muss ich das ?
Müssen Erwartungen immer gedeckt werden, ferner , muß diesen entsprochen werde ?
Nein, das muss nicht und das machen Blinker Links auch nicht.

Vierzehn Songs sind hier auf dem Album der Band drauf,vierzehn Songs mit manchmal merkwürdigen, recht langen Titel.
Doch von den ausführlich beschreibenden Titel sollten wir uns nicht irritieren lassen, sie verpacken zwar die Thematik der Songs mit vielen Worten, doch zeigt Blinker Links auf dem Album selber eine klare Linie, die Songs gehen allesamt nach vorne, schneller und lauter Punk.

Die Texte mit dem typischen Wortwitz von Blinker Links versehen, wobei der Opener Bisschen Kiffen die Hörer ein wenig in die Irre führt, aber dies Albumtitelpassend zum Ende dieses Liedes alles wiedr gerade rückt.

Weiter geht es mit einer Fahrschulstunde, dem Anfahren am Berg, Kraftfahrzeuge haben es Blinker Links anscheinend angetan.
Auf dem Debüt war es noch das Mofa so ist es auf diesem Album das PKW, mit Anfahren am Berg und auch Sprit kostet immer genau richtig.

Das Themenspektrum auf diesem Album ist also wieder vielfältig, für jeden was dabei, wie in einer bunten Tüte, Blinker Links sind dafür und auch dagegen, wie eben auch der Tracklist zu entnehmen ist.

Zu guter letzt, wie kommt ihr auf solche Themen und wie kommt ihr dann noch darauf diese in Songs zu verarbeiten ?
Wobei, die Band verrät es worum es geht in dem neunten Song „Inhalte überwinden“.

Mein Fazit: Das Album ist amüsant, schnell, laut, gelungen.
Der Humor ist vielleicht nicht jedermans Sache, auf diesem Album sagt er mir schon zu.
Der Gesang ist bei Blinker Links hingegen eventuell Geschmackssache, aber dem ist sicher bei vielen Bands so der Fall.
Ich bin in dieser Sache noch zwiegespalten, finde ihn nun nicht so überzeugend, aber auch nicht so schlecht das ich Blinker Links nicht hören würde.
Insgesamt ein überzeugendes, wenn auch ein bisschen kurzes Album welches Blinker Links und hier abliefert.

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Tracklist
1. Bisschen kiffen
2. Anfahren am Berg
3. Ich steige in kein öffentliches Verkehrsmittel
4. Metallica waren mal geil
5. Ziemlich lässiger Typ (mit ordentlich Gel im Haar)
6. Sprit kostet immer genau richtig
7. Alles schön Scheiße
8. Tanz mir ein A
9. Inhalte überwinden
10. Regen auf Asphalt – meine Party dein Gehalt
11. Ich hab den Stick vom Schlagzeuger von Supernichts verschluckt
12. Immer diese brennenden Herzchen
13. Indie-Underground-Stadionrock
14. Riffoschinski / Wir rocken uns hier einen ab und ihr geht einfach Bier holen!

Erscheinungsdatum
Juni 2012

Label
Subwix & Nebula 5 Enterprise Int.

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