Review: Elvis Presley – I am an Elvis Fan

Für Fans eines Künstlers ist eine Best-Of Zusammenstellung oft unnötig, denn sie besitzen schon alle Songs, die auf so einer Compilation auftauchen. Gerade bei größeren Künstlern gibt es meistens schon unzählige ähnliche Zusammenstellungen. Daher würde man sich freuen, wenn etwas ungewöhnlichere Lieder oder rare Aufnahmen den Weg auf die CD finden würden, das bringt aber dem eigentlich Zielpublikum nichts, denn das erwartet ja die bekannten Hits um einen Einstieg zu finden.

Daher ist diese CD, veröffentlicht anlässlich des 35. Todestages, für Elvis Fans wie mich eigentlich ziemlich überflüssig, denn die Songs wie z.B. Don’t be Cruel, Viva Las Vegas, In the Ghetto oder Suspicious Minds kennt man eh schon fast auswendig. Bei „I am an Elvis Fan“ hat man sich nun einen kleinen Marketinggag erlaubt und die Fans abstimmen lassen, was auf dem Sampler landen soll und das Cover wurde anschliessend aus Fanbildern zusammengesetzt. Überraschungen bleiben da natürlich aus und so reiht sich auch dieses Album in die zahlreichen Elvis Compilations ein und ragt nicht besonders hervor.

Für Neulinge ist die CD natürlich so gut wie fast jede andere, nur sind die zahlreichen anderen Best-Ofs schon etwas älter und daher vermutlich um einiges günstiger zu haben.

Wenn diese CD aber für einen Hörer der Erstkontakt ist und er dadurch vom Elvis Virus infiziert wurde, dann empfehle ich ihm eh die ‚Masters‘ Zusammenstellungen. Mit diesen 3 Kollektionen, „Walk a Mile in My Shoes„,  „From Nashville to Memphis“ und „The King of Rock ’n’Roll“ hat man dann gut 17 Stunden Musik zusammen und fast alles abgedeckt was Elvis je gemacht hat (zum Komplettieren fehlt dann nur noch eine Zusammenstellung von Gospels und von Filmsongs). Allerdings sind die Masters zum Teil etwas schwerer zu bekommen, aber für Leute, die sich intensiv mit dem King beschäftigen wollen absolut empfehlenswert.

Fazit: Für absolute Presley Neulinge ist diese Compilation dennoch zu empfehlen, denn mit 21 Songs bekommt man fast aus allen Schaffensphasen etwas geboten. Bei der Zusammenstellung wurden die Fans nämlich gebeten jeweils ihre Favoriten in den Genres 50s, 60s, Country, Movies, Love Songs, Gospel und in Concert anzugeben. Vielleicht kann man dann so auch feststellen, welche Richtung im Schaffen von Elvis einem am ehesten liegt. Für gestandene Fans ist dieses Album aber, wie bereits am Anfang erwähnt, überflüssig, da es nichts neues zu entdecken gibt.

 

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Tracklist:

1. Don’t Be Cruel
2. Heartbreak Hotel
3. All Shook Up
4. Jailhouse Rock
5. Blue Hawaii
6. Viva Las Vegas
7. In The Ghetto
8. Suspicious Minds
9. Memories
10. Can’t Help Falling In Love
11. The Wonder Of You
12. Always On My Mind
13. Welcome To My World
14. Guitar Man
15. Kentucky Rain
16. An American Trilogy (live)
17. Burning Love (live)
18. Suspicious Minds (live)
19. (There’ll Be) Peace In The Valley (For Me)
20. How Great Thou Art
21. If I Can Dream