Review: Artless – Artless

Mit Artless kommt in diesem Jahr die erste Veröffentlichung bei Teenage Rebel Records auf dem Martk, auch wenn dieses Jahr schon fast sich dem Ende engegen neigt.
Doch kommt es sicher nicht auf die Masse der Veröffentlichungen an sondern was uns diese als solches zu bieten haben und da kann sich die Scheibe von Artless sicher sehen lassen.
Die Veröffentlichung kommt als solche eigentlich recht schlicht daher.
Schwarz/Weiss, so das Design, weisse Schrift, schwarzer Untergrund.
Im reinen Schriftbild ist das ein wenig mager, was vielleicht auch an der Schriftart liegen kann, aber auf dem Frontcover ist es für mich vollkommen überzeugend und passend.

Die Band als solche exestierte von 1979 bis 1981, brachte in der Zeit eine Kassette (Tanzparty Deutschland) und eine 7″ Vinyl(Mein Bruder is´en Popper) heraus.
Das Tape wurde 1990 nochmals als LP und 2007 als CD wiederveröffentlicht.
Nach dieser CD-Wiederveröffentlichung reformierte sich die Band nochmal, nach einem Interview im Plastic-Bomb Fanzine folgte der erste Auftritt im Druckluft in Oberhausen.
Soweit die Geschichte, welche uns zu dieser Veröffentlichung, zu diesem Tonträger gebracht hat.

Die Band spielt Punk, durch und durch.
Old School, sogar der Sound stimmt und klingt als wäre die Aufnahme eventuell ein wenig älter als sie in Wirklichkeit ist.
Es schrammelt, klingt unsauber, ein wenig dreckig, authentisch könnte ich nun auch dazu sagen.
Dioe Produktion, der Sound ist stimmig, so ist es nicht, aber aber die Scheibe wurde nicht seiner Seele befreit, nicht glattpoliert und auf Hochglanz gebracht.
Somit steht Artless hier womöglich in seiner eigenen Tradition, seinem eigenen Sound, was ich gut finde.

Textlich wird hier alles geboten was gebraucht wird für ein Punk Rock Album.
Ob Max Mustermann behandelt wird, oder die FDP kritisiert, Alkohol getrunken, geliebt oder über Schamhaar sinniert.

Mein Fazit: Die Texte sind vielleicht nicht immer den Geschmack treffend, doch müssen sie sicher nicht jedem gefallen, das wäre langweilig.
Musikalisch wird hier eher dem Punk aus der Anfangszeit gespielt, was überzeugend klingt, und so sicher auch eine eigene Note für die Band darstellt.
Insgesamt hätte das Album so sicher auch in der Anfangszeit der Band entstanden sein könnten, doch sind die Texte hier und da mit aktuellen Bezügen und dafür ist der Sound sicher auch zu gut als das er so von 1980 wäre.
Eine gelungene Veröffentlichung von Teenage Rebel Records, lieber solche Schätze als massenweise Platten ohne eigene Note.
Überzeugt, die Veröffentlichung.
Nebenbei, die limitierte LP Variante kommt mit einem Download-Kupon daher.

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Tracklist
1. Ich Hab John Lennon Nicht Erschossen
2. Alkohol LÖst Keine Probleme
3. Max Mustermann
4. Chaosband
5. Die Zeiten Der SchwÄche Sind Vorbei
6. Erleuchtung
7. Jenny
8. Baby Nimm Mich Mit Zu Dir
9. UrlaubsgrÜße Aus Nirgendwo
10. Alles Geht – Alles Geht Nicht
11. Schamhaar Sarah
12. Freitags Komasaufen
13. Das Leben Stinkt
14. Macht’s Gut

Erscheinungsdatum
28. September 2012

Label
Teenage Rebel Records

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