Review: Family – Portrait

Der Bandname, Family, recht schlicht und simpel, eingängig, aber auch nicht so einfach im Web zu finden, es gibt noch viele andere Dinge die unter diesem Namen firmieren.
Aber es geht nicht nur um den Namen, unter dem die Band wiedergefunden werden möchte, auf dem Cover wird ganz auf Schrift verzichtet.
Nun gut, kann man so machen, für ein Debüt vielleicht nicht die sinnvollste Variante, da sich interessierte das Bild merken müssen und nicht den Namen, aber dafür ist es ein einprägsames Bild.
Einprägsam wie die Musik, die hierzu passt, wie ich finde.
Oder anders herum, das Bild passt zum Album, zur Band, zur Musik die sie hier auf Portrait abliefern.
Geboten wird Rockmusik, Old-School Rock, welcher auf die Songs und deren Strukturen setzt, nicht auf leichte Unterhaltung sondern Anspruch und den Song als solches in den Mittelpunkt stellt.
Das ganze ist nun keine leichte Kost, kann zwar auch so gehört werden, zum Autofahren sicher ganz gut, aber mit mehr Aufmerksamkeit lässt sich weiter in die Welt der Band eintauchen.

Die Plattenfirma wähnt in ihrem Promotext Family in der Nähe von Thin Lizzy, Tool,Led Zeppelin,Baroness, Mastodon und Unsane, wobei das nun sicher nur grobe Richtungen und Ähnlichkeiten darstellen mag.
Sicher, wer die oben genannten mag, der wird vielleicht aufgrund von Ähnlichkeiten auch an dem Debüt von Portrait sein Geschmack finden, andererseites stelle ich mir nun alte Thin Lizzy oder Led Zeppelin Hörer vor die bei dem Gesang von Family, bei den Grouls aufschrecken und evnetuelle entsetzt die Anlage ausmachen.
Grob mag also der Vergleich passen, aber wirklich nur grob, denn Family machen hier ihr eigenes Ding, Progressiv, ein wenig aus der Doom Ecke kommend, schwermütig, dafür mit Grouls und tiefem Gesang.

Mein Fazit: Family machen ihr Ding, sehr eingängig und eigenständig, wie ich finde, von der Gestaltung der Scheibe bis hin zur Musik, nur der Bandname hätte vielleicht noch etwas eingängiger und eigenständiger sein können.
Ansonsten liefern sie hier mit Portrait ein schweres, aber sehr gelungenes Album ab.

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Tracklist
Bridge & Tunnel
Daddy Wronglegs
Bopsky
Illegal Women
Delphonika
The Wonder Years
Othermother
Exploding Baby

Erscheinungsdatum
29. Oktober 2012

Label
Pelagic Records

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