Review: Incursed – Fimbulwinter

Inscured heisst die Band welche hier mit ihrem Album Fimbulwinter daher kommt, komplett ohne Plattenfirma, im Eigenvertrieb wobei sie in der Vergangenheit schon eine LP und eine EP rausgebracht haben.
Ob diese auch ohne Plattenfirma erschienen weiß ich an dieser Stelle leider nicht, doch haben sie einen langen Atmen wenn sie ohne Plattenfirma solche Veröffentlichungen stemmen.
Vielleicht steht am Ende hier ein Crouwdfunding hinter, oder die Platte wurde anderweitig finanziert, oder aber die Band hat einfach das Geld und kann die Sachen einfach so rausbringen.
Wer weiß. Vielleicht werde ich da mal nachfragen, doch nun heisst es hier an dieser Stelle einfach mal in dies Album reinhören und mich mit der Musik der Band aus Spanien auseinanderzusetzen.

Angegeben ist die Musik von Incursed als Pagan-, Folk- und Viking-Metal, wobei es alles zutrifft, im groben, beziehungsweise alles als Genrebezeichnung passt und passen kann.

Was mir an diesem Album auffällt ist, das es zusammengestellt wirkt.
Die Songs an sich sind alle passend, doch zueinander wirken sie auf mich einfach wenig abgestimmt.
Vielleicht mag dies eine Eigenart der Band sein, doch mir fehlt an manchen Stellen die Gesamtwirkung des Albums als solches.
Erst kommt ein Intro, ein langes Intro, es wirkt wie Filmmusik, so in der Art, doch ohne mir ersichtlichen Übergang geht es dann zu den nächsten Song über.
Ein Intro soll mich, so meine Gewohnheit, auf ein Album einstimmen und es stimmt schon auf irgendwas ein, doch nicht auf den nächsten Song.
Der nächste Song ist dann eine gelungene Folk-Metal Nummer, doch es klingt leider nicht alles wie aus einem Guß.
Die Songs selber kommen mit überzeugenden Melodien daher, auf die gesetzt wird, was den Liedern einen ordentlichen Schwung gibt und sie so nach vorne triebt.

Mein Fazit: Die Zusammenstellung des Albums als solches ist für mich nicht ganz passend, die Songs wirken einfach ohne direkten Bezug zueinander auf dieses Album gepackt.
Ansonsten aber spielt Incursed ein gutes Album mit teilweise sehr überzeugenden und kraftvollen Songs ein, nur manche wirken ein wenig fehl am Platz und nicht zu den anderen passenden, aber gut, das ist sicher Gewöhnungssache.
Hier auf dem Album sind sehr starke Folk Metal Songs neben ruhigeren Liedern zu finden, ausgestattet mit gelungenen Melodien welche die Songs nach vorne bringen, ihen Schwung mitgeben und sie dadurch voneinander abheben lassen.

Mit Fimbulwinter wird das Genre sicher nicht neu erfunden und auch noch kein Meilenstein gesetzt, doch lässt sich durchhören das hier ordentlich Potential vorhanden ist welches auf die Zukunft hoffen lässt.
Das Album weißt einige sehr gelungene Lieder auf und ich kann mir vorstellen das mich die Songs live noch um einiges mehr überzeugen könnten.

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Tracklist
1. Endless, Restless, Relentless
2. Svolder’s Battle
3. Ginnungagap
4. Jörmungandr
5. Feisty Blood
6. Homeland
7. Nordwaldtaler
8. Northern Winds
9. Finnish Polkka
10. Guardians
11. Erik The Deaf

Erscheinungsdatum
05.11.2012

Label
Eigenvertrieb

Weblinks
http://incursed.bandcamp.com
https://www.facebook.com/IncursedOfficial
https://twitter.com/IncursedBand
http://www.youtube.com/user/IncursedOfficial

Besetzung:
Narot Santos: Guitar & voice
Jon Koldo Tera: Keyboard & backing vocals
Asier Amo: Drums
Juan Sampedro: Bass
Asier Fernandez: Lead guitar

Discography:
Time to unsheathe our rusty swords (EP) – 2009
Morituri (LP) – 2010
Fimbulwinter – (5th of November 2012)