Review: Steeld – Welcome To Reality

SteeldDas Projekt aus dem Steeld hervorgegangen ist begann namenlos, exestiert seid 2001, also schon einige Zeit und entwickelte sich zu dem was uns hier nun vorliegt, dem Welcome to Reality Album.
Steeld spielen Nu-Metal, ein Genre das seinen Höhepunkt überschritten, vollkommen ausgereizt hat und wieder gesunken ist, so schnell wie der Aufstieg begann, so jedenfalls meine Beobachtung von aussen.
Nu-Metal und seine populären Vertreter kamen mit einer brachialen Wucht, haben den Musikmarkt und den Metal überrollt, doch dann brauch alles irgendwie ein und war vorbei.
Woran es lag, ich weiß es nicht, vielleicht war das Genre doch ein wenig zu limitiert, darüber will ich hier in diesem Review auch nicht spekulieren, dafür wäre sicher mal in einem thematischen Special Platz.
Doch nun zurück nach diesem Schweif zu der Musik von Steeld.
Sie spielen ebenfalls Nu-Metal, doch er ist dem bekannten ähnlich und auch anders.
Ich finde die Band geht hier ein wenig Back to the Roots in ihrem Stil.
Es gibt Scratches, es gibt harten Metal, Beats, ruhige Passagen und auch Sprechgesang, eigentlich alles was Nu-Metal aussmacht.
Aber ich finde sie gehen einen Schritt zurück, besinnen sich auf die Wurzeln, auf die Kreativität der Musirichtung, arbeiten mehr mit dem Crossover-Elementen anstelle einfach dem bekannten Nu-Metal Schema und der bekannten und überstrapazierten Schablone zu folgen.

Klar, hier und da kommen Stilelemente bekannt vor, doch denke ich passiert uns als Hörer sowas in jeder Musikrichtung.
Es gibt Sachen die gehören dazu und dadurch wecken sie Erinnerungen, oft auch als bewusste Verweise.

Mein Fazit: Nu-Metal war nie meine Musikrichtung, habe ich nicht gehört, ausser hier und da mal den einen oder anderen guten Song.
Crossover, in seinen Anfängen konnte mich da schon mehr überzeugen, doch kam dieser noch mehr aus dem harten Metal und hartem Hip Hop, wie bei Ice T und Public Enemy mit Anthrax und Slayer zusammen.
Das hier ist natürlich was anderes, es ist Nu-Metal, kein Crossover.
Es ist gut gemacht was Steeld hier abliefern.
Ich hätte es wegen der Genrebezeichung gerne einfach mit nichtgefallen beiseite gelegt, doch es ist nicht schlecht, hat gute songs auf der Scheibe, vor allem die kraftvollen wie Welcome To Reality gefallen mir.
Damals zur Nu-Metal Hochphase gefielen mir auch mehr die kräftigen Lieder und mit diesen kann Steeld auch bei mir punkten.

Was ergibt also hier das Fazit? Nu-Metal ist sicher für viele immer noch ein rotes Tuch, doch wer noch mal einen Schritt wagen möchte, oder sich noch mal an die Sache rantrauen möchte kann den Anfang mit Steeld machen, denn sie vertreten das Genre ganz überzeugend.

________________________________________________________________________________
Tracklist
01.We’re Back
02.The Worlds End
03.You
04.Welcome to Reality
05.Trip of Your Lifetime
06.Something to Believe In
07.Someone Else
08.Break Down
09.Asian Anthem
10.Hardcore
11.Thoughts On Happiness
12.I Won’t Give Up

Erscheinungsdatum
03.08.2012

Label
ohne

Besetzung
Andrea Aerni – Gesang
Daniel Neuhaus – Gitarre
Ugo Greco – Bass
Mathias Widmer – DJ
Davide Cantoni – Drums

Weblink
www.steeld.com

Schlagwörter: , , ,