Review: Norse – All is Mist and Fog

NorseDas Album startet mit dem Song Neglect und geht auch direkt ohne umschweifen los.
Doubblebass und wir sind direkt im Song, ohne großes Vorspiel, ohne Intro oder solchen Sachen.
Klar, so funktioniert jeder Song direkt für sich und diese Vorspiele sind auch oft für mich Zeitverschwendung, denn oft haben sie, wie ich finde, recht wenig mit dem zu tun was danach kommt.
Doch geht es hier nicht darum was andere machen, sondern was Norse macht, um die es hier mit ihrem Album All is Mist and Fog geht.

Wenn ich das nun richtig dem Pressetext entnehme handelt es sich bei diesem Album um das zweite der australischen Band.
Davor gab es im Jahr 2008 das Debütalbum Hellstorm und vor diesem Debüt eine EP mit dem Titel The Unrelenting im Jahr 2006.

Soweit die kleine Vorgeschichte der Band, welche uns hier versucht mit einer Mischung aus Black Metal sowie Death Metal zu überzeugen, was sie auch schaffen.
Wer mal glaubte das aus Australien nur AC/DC, Airbourn und Silverchair musikalisch kommt wird hier eines besseren belehrt.
Nebenbei, wieso sollten wir sowas glauben, solch eine Vorstellung ist irgendwie vollkommen unrealistisch.
Doch sind mit aus Australien nicht wirklich viele Bands bekannt und daher kommt wahrscheinlich die Vorstellung das von diesem Kontinent eher Rockmusik als Black Metal kommt.
Black Metal hingegen verorte ich meist nach Nordeuropa, was so natürlich auch nicht immer richtig ist.
Aber an dieser Stelle wieder zurück zu Norse, welche ich mit ihrem Album, mit diesem Artwork, dem Schriftzug auch in Skandinavien verorten würde, wenn ich es nicht besser wüsste.

Es klingt für micheben etwas mit durch, im Stil, in der Musik, vielleicht aber auch in der Produktion was mich auf skandinavischen Black Metal schliessen lassen würde.
Es ist wahrscheinlich der Zustand das die Musik der Band ein wenig wie die Old School Black Metal Band klingt, mit einer frischen Produktion zwar, aber im Stil klingt das ein wenig mit durch, was nicht schlecht ist, vor allem weil sie sich auch am Death Metal, ebenfalls eher dem Old School Death Metal zu orientieren scheinen.

Mein Fazit: Schwarzer Black und Death Metal, welcher erfrischend klingt, weil in dieser Richtung schon lange nicht mehr gehört, aber dabei ebenfall sich anhört als hätte das Album so auch in den neunzigern erscheinen könnt.
Sehr erfrischend, unterhaltsam und gelungen, wobei es so sicher nicht das Genre neu erfindet oder gar umkrempelt, aber mir gefällt das was sie hier machen gerade recht gut.

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Tracklist
1. Neglect
2. Worn and Grey
3. Towards the Shining Sky
4. Black Ocean
5. Silently Awake
6. Plaguewhore
7. Concrete Wastes
8. Magus
9. Gravel

Erscheinungsdatum
April 2013

Label

Besetzung
Treelo Herrington – Guitars / Vocals
Robin ‚Frog‘ Stone – Drums
Shayne Querruel – Session/Live Rhythm
Guitars
Marcus Bastiaanse – Session/Live Bass Guitars

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