Review: Kitty In A Casket – Bittersweet

Kitty in a casketÜber Kitty In A Casket haben wir in der Vergangenheit immer wieder im biotechpunk berichtet; sie sind eine Band die uns hier schon eine Weile begleitet.
Nun bringt Kitty In A Casket ein neues Album raus und ich bin gespannt wie eben dieses sein wird, vor allem weil die erste Videoauskopplung zu The Devil in me schon recht vielversprechend ist.

Nun ist einiges neue bei Kitty In A Casket.
Neue Bandmitglieder, einen neuen Kontrabassisten und einen zusätzlichen Gitarristen, dazu mit Better than Hell ein neues Label.

Das Album selber geht sehr rockig, recht punkig los, mit In Blood we trust ist, wie ich finde, ein sehr passender Song gewählt worden um das Album zu eröffnen, ein Statment zu setzen und zu zeigen wo Kitty In A Casket mit diesem Album stehen.

Im nächsten Song, der das Tempo des Albums weiterhin hochhält ist am Ende gar etwas zu finden was mir schon lange nicht mehr untergegekommen ist; ein Fade Out.
Das ist nun nicht umbedingt erwähnenswert, ist mir aber an dieser Stelle aufgefallen.

Mit der Single Dancing with the devil liefert die Band hier direkt den Dritten starken Song hintereinander zu Beginn des Albums ab, worauf dann ein deutschsprachiger Song folgt, welcher sehr gelungen ist, vor allem weil hier Kitty nicht so hoch singt, sondern mit einer tieferen Stimme, was ich hier bei diesem Song als passend und recht angenehm empfinde.

Bittersweet ist, ich werde nun nicht jeden weiteren Song einzeln erwähnen, musikalisch eine Weiterführung in der Biographie von Kitty In A Casket.
Das Album passt als Nachfolger von back to thrill, wobei es vom Sound her noch ein wenig dichter geworden ist, wie mir scheint.

Die schnellen, recht punkig, rockigen Songs sind zu Beginn des Albums untergebracht worden, danach wird es aber weder ruhiger, noch langsamer, nur die Überzeugungsarbeit, die Songs die auch als Single hätten veröffentlicht werden können, dürfen zusammen das Album eröffnen.

Kitty In A Casket gehen den auf den Vorgängeralben eingeschlagenen Weg hier konsequent weiter, sind stilistisch breiter geworden, mit mehr männlichen Gesang, oder ist dieser mir vorher nie aufgefallen?

Der Gesang von Kitty ist nochmals besser geworden, wobei auch der Gesang es sicher schafft die Meinungen über die Band zu spalten, entweder liebt man die Musik, den die Band macht und dazu noch den teilweise recht glockenhellen Gesang, oder aber genau dieser kann auch auf die Nerven gehen, weil er über allen schwirrt, er schafft es das Album und die Songs zu dominieren, wobei auf der anderen Seite genau dies auch ein Markenzeichen von Kitty In A Casket mitunter darstellt.

Mein Fazit: Immer wieder ist im Bezug auf Kitty In A Casket zu lesen das die Musik „süss“ ist, Bittersweet, poppig-süss und ähnliches.
Doch ist hier immer alles poppig-süss? – Ich finde nicht.
Es sind ein paar Songs hier drauf, vor allem weiter hinten auf dem Album, die sind nicht so rockig, die können als süsse Sachen durchgehen, doch höchstwahrscheinlich bezieht sich das mit dem Süssen auf die Sängerin, auf ihren Gesang.
Sie hat eine hohe Stimme, singt recht hoch, doch macht es die Songs als solches noch nicht zu Pop-Rock, wobei es sicher stellenweise Berührungspunkte gibt.
Doch nehmen wir hier nur die Musik, so ist diese, wie ich finde, nicht süss, sondern ganz ordentlicher Rockabilly.

Kitty In A Casket liefert hier auf dem Album eine bunte Mischung von schnelleren, sehr rockigen und doch ein wenig ruhigeren Songs ab, wobei mich mehr die rockigeren Sachen überzeugen, aber auch Die Geister die ich rief ist sehr gelungen.
Insgesamt ist es ein recht abwechslungsreiches Album geworden, welches Kitty In A Casket mit Bittersweet hier abliefert, wobei es in der Länge dann doch ein wenig nach hinten abfällt, was aber auch daran liegen kann das zum Ende hin mit Bis der Vorhang fällt und Fade Away ein paar ruhigere Songs untergebracht wurden.

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Tracklist
01. In Blood We Trust
02. Kreepsville 666 (with Ash Ghoulmore)
03. Dancing with the Devil
04. Die Geister die ich rief
05. The Cheesy Song
06. Afterglow
07. Decline (with Stuart Osbourne)
08. Bite The Dust
09. Best Before Doomsday
10. We Come From Venus
11. Nighttime Sky
12. Bis der Vorhang fällt
13. In The End (with NIM VIND: Your Rock N Roll Outsider)
14. Fading Away

Erscheinungsdatum
10. Mai 2013

Label
Better than Hell Records