Review: Shrike – Hinab in die vertraute Fremdheit

ShrikeShrike spielen Black Metal, Black Metal der weder Krieg sein soll, noch ein Propagandamittel, wie der Pressetext mitteilt, sondern die Verstärkung von Empfindungen.

Black Metal ist weder Krieg noch ein Propagandamittel. Black Metal verändert und stärkt Empfindungen, Emotionen und die
subjektive Wahrnehmung auf die innere und äußere (Um-)Welt und verabscheut Herdentriebe.

Bei dieser Ankündigung wird natürlich Erwartungen bei mir geweckt, da bin ich ganz ehrlich.
Da will ich in meinen Empfindungen gestärkt und geschärft werden, da will ich nun was spüren und erleben.

Geboten wird hier also von Shrike auf ihrer Veröffentlichung Hinab in die vertraute Fremdheit deutschsprachiger und damit verständlicher Black Metal, wenn ihr nun gerne den Texten folgen wollt, welche nicht umbedingt nur Beiwerk und Schmuck darstellen.

Wie das Artwork schon vermuten lässt und auch der Schriftzug der Band, kommt Shrike hier ein wenig klassisch um daher, klassisch im Sinne von Old School Black Metal, was aber dabei nicht eintönig oder Langweilig umgesetzt wurde, im Gegenteil.
Die Songs sind durchdacht aufgebaut, haben Struktur, verleugnen die Wurzeln des Black Metal nicht und können überzeugen.
Die Lieder sind Abwechslungsreich, untereinander und auch innerhalb der Lieder selber, doch sind sie dabei zueinander passend, zu dem Album, so das es als Album gehört werden kann, was ich immer wichtig finde.

Mein Fazit: Shrike spielen ordentlichen Black Metal, mit deutschsprachigen Texten, dadurch besser verständlich, dazu meiner Meinung nach ein wenig Old School lastigen Black Metal, welcher mir aber damit gefällt, vor allem weil die Produktion angemessen angelegt wurde.
Weder wurde die Scheibe zu stumpf abgemischt, wie es oft bei Old School Black Metal Veröffentlichungen der Fall war und was mir überhaupt nicht zusagt, noch wurde Hinab in die vertraute Fremdheit überproduziert.
das Soundgebilde von Shrike kommt hier auf dem Album einfach angemessen, mit der richtigen und passenden Stimmung zur Geltung.

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Tracklist
01. Der Morgen
02. Der Tag
03. Der Abend
04. Die Dämmerung
05. Der Traum
06. Die Zeit
07. Zeitlos
08. Schmerzen

Besetzung
Uwe – Gesang
Jul – Gitarre
Xaver – Gitarre
Fabi – Bass
Moe – Drums

Erscheinungsdatum
14.06.2013

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