Review: Akrea – Stadt der toten Träume

AkreaDas Album startet als wäre es eine Gothic-Scheibe, erinnert mich vom Intro her schon recht stark an Crematory, doch ist es nur das Intro welches hier so klingt, denn wir haben es hier bei diesem Album immer noch mit Akrea zu tun, jener Band welche ich seit ihrem zweitem Album Lügenkabinett kenne und die wir vor einiger Zeit auch zu einem kleinen Interview hier im biotechpunk hatten.
Nach dem kleinen Intro geht es dann auch sogleich richtig los mit dem Album, liefert Akrea mit Geisel einer Sünde einen mehr als starken Einstieg in die Scheibe, wobei der Song dann schon stark in die Screamo und Metalcore Ecke geht, was ich nicht schlecht finde und was zu diesem Song gut passt.

Akrea liefern hier mit diesem Album ein sehr starkes Statment ab, eine starke Scheibe, welche auch ruhige Momente kennt und der diese auch gut zu Gesicht stehen, wobei die Songs dann trotzdem zu rocken verstehen, wie bei Feuer & Licht.
Dabei wird aber nicht brachial und frontal vorgegangen, sondern die Songs und deren Wirkung stehen im Vordergrund, ohne das der Hörer mit Lautstärke und Geschwindigkeit als dominierende Elemente erschlagen wird.

Es wird hier auf Stadt der toten Träume viel wert auf die einzelnen Lieder gelegt, ich konnte bisher keine Füller ausmachen.
Die Lieder können allesamt auch alleine stehen, fügen sich aber zusammenpassend wunderbar in das Gesamtwerk des Albums ein.

Akrea haben sich hier mit diesem Album nochmals übertroffen, wie ich finde.
Ich gehe mal davon aus das die Ideen und auch Erfahrungen der Band in den letzten Jahren seit Lügenkabinett nochmals reifen konnten, auch die Erfahrungen auf den Konzertreisen mit Turisa und Die Apokalyptischen Reiter werden sicher einiges beigesteuert haben.

Ein weiteres Augenmerk darf sicher auf die Texte gelenkt werden, welche allesamt auf deutsch vorgetragen werden und daher automatisch die Aufmerksamkeit auf sich lenken, da sie direkt zu verstehen sind.
Die Texte passen zur Musik von Akrea, stammen sie schliesslich auch aus der Feder der Band.
Aber sie passen zu den Songs, ohne zu stolpern und das ganze ohne Fremdschämfaktor.
Akrea haben mit diesem Album ihren Stil gefunden, textlich und musikalisch und ihren Stil den sie vor diesem Album schon hatten, der schon damals ihr Markenzeichen war mit dieser Veröffentlichung quasi perfektioniert.

Mein Fazit: Akrea haben mit Stadt der toten Träume hier ein mehr als starkes Album abgeliefert, ein Album welches mir durchgehend gefällt und welches ich für noch besser als Lügenkabinett halte.
Stadt der toten Träume konnte mich von Anfang bis Ende durchgehend überzeugen und wer auf kraftvollen und kreativen Melodic Death Metal steht der sollte die Band auf jeden Fall antesten.

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Tracklist
1. Erwachen
2. Geisel Einer Sünde
3. Seelentanz
4. Feuer & Licht
5. Alter Freund
6. Einsames Medium
7. Unbekannte Ferne
8. Schleier Aus Blüten
9. Preis Der Freiheit
10. Stadt Der Toten Träume
11. Fundament Der Existenz
12. Letzte Lektion
13. Verlassen

Erscheinungsdatum
02.08.2013

Label
Drakkar Entertainment