Review: Zebrahead – Call Your Friends

zebraheadDie Band nennt sich Zebrahead, warum, ich weiß es nicht, doch spielen sie amerikanischen Punk, daher kommt das ganze mit diesen recht sonnigen Einflüssen des US-Punk daher.
Singalongs, die Grundstimmung ist positiv, oder klingt für mich so, auch wenn die Musik recht schnell spielt, ganz gut rockt, so bleibt die positiv klingende Grundstimmung erhalten.
Ist das nun gut, oder schlecht, das ist hier die Frage.
Das muss am Ende natürlich jeder für sich entscheiden, positive und fröhliche Musik ist sicher nicht immer was schlechtes.
Auch wenn es hier eher nach amerikanischen Fun-Punk klingt, der so auch in den Lokalradiostationen laufen könnte.
Jedenfalls mit manchen Liedern.
Dazu kommt noch das hier ein Rapper mit am Werk ist, will heissen es geht ein wenig in die Crossoverrichtung.

Doch nun nicht nur das negative sehen, Zebrahead machen aus den Komponenten recht gelungene Lieder, die eingängig sind, dabei auch mal ein nettes Gitarrensolo mitbringen, viele Mitsingparts dabei haben und dabei Lieder geschrieben haben die einen hohen Wiedererkennungswert mitbringen.

Zebrahead rocken hier, auf ihre Weise, mit Rap-Parts erhöhen sie den Druck in den Songs, geben das Tempo vor, wechseln in nette Singalongs um an anderen Stellen wieder dreckig loszurocken.
Das kann nun natürlich abstoßend klingen, diese Mischung der Stile, oder als große Idee, oder vielleicht Anbiederung an all diese Szenen, doch ist es das alles nicht.

Klar ist es Geschmackssache wenn hier ein wenig gerappt wird, doch das wird es nicht so wirklich, eher wie im Crossover, oder Nu-Metal es der Fall war.
Dann kommen immer wieder Gitarrensoli wie im Hard Rock unter, dazu Musik die an Fun-Pop-Punk aus den USA erinnert.
Das ist eine große Einflussmischung, doch Zebrahead machen hier aus diesen Einflüssen einen flüssigen und eigenen Stil, der ohne zu stolpern und ohne Gezwungen zu wirken daherkommt.

Mein Fazit: Das alles ist nicht mein Geschmack, mir auch zu fröhlich, doch muss ich sagen das Zebrahead hier vor nichts zurückschrecken, sich bedienen und dadurch ihr eigenen Weg gehen und ihren Stil gefunden haben.
Das muss mir nicht gefallen, ist vielleicht auch alles so nicht neu und originell, doch liefern sie hier sehr gut rockende und druckvolle Lieder ab, die gut zwischen einer Party und dem Lokalradio passen könnten.


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Tracklist
1. Sirens
2. I’m Just Here For The Free Beer
3. With Friends Like These, Who Needs Herpes?
4. Call Your Friends
5. Murder on the Airwaves
6. Public Enemy Number One
7. Born To Lose
8. Stick Em Up Kid!
9. Automatic
10. Nerd Armor
11. Panic In The Streets
12. Don’t Believe The Hype
13. Until The Sun Comes Up
14. Last Call

Japan Bonus Songs:
15. Sex, Lies & Audiotape
16. Battle of the Bullshit
17. Ready Steady Go

Erscheinungsdatum
16.08.2013

Label
Granted Records

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