Review: Callejon – Man spricht deutsch

CallejonDieses Coveralbum, wie eigentlich alle Coveralben von Bands, hat zu Beginn überhaupt nicht mein Interesse gereizt, ich hatte keine Lust mir ein Album zu kaufen welches keine eigenen Lieder beinhaltet.
Doch dann habe ich mir das Coveralbum von Callejon doch noch zugelegt, vor allem weil es nicht ganz so teuer war im Laden und ich musste mich eines besseren belehren lassen.
Denn Callejon haben es geschafft ein recht überzeugendes Coveralbum abzuliefern bei dem sie sie Songs im eigenen Stil zu interpretieren und nicht nur nachzuspielen.
Sie versuchen gar nicht erst so weit wie möglich am Original dranzubleiben sondern verpassenen den Liedern einen überzeugendes Metalcore Gewand.
Klar, Schrei nach Liebe, im Original von Die Ärzte, die mit Bela B. hier auch als Gastsänger mit dabei sein, das bleibt ein punkiger Song, nur eben im Callejon Stil.
Ich werde an dieser Stelle auch nicht auf jeden Song im einzelnen eingehen, dafür könnt ihr das Album sicher im Laden eures Vertrauens probehören, oder eben selber die CD erwerben, doch Callejon haben hier ein recht überzeugendes Coveralbum abgeliefert, was ich so nicht direkt sehen wollte.

Klar, manche Lieder eignen sich besser zur Interpretation, andere sind vielleicht nicht ganz so gelungen, oder treffen einfach nicht so ganz meinen Geschmack, doch wurden sie allesamt in den Callejon Kontext verpackt.
Vor allem ist es spannend wie unrockige Lieder interpretiert wurden.
Mein Block von Sido, Ich find dich Scheiße von Tic Tak Toe oder Durch den Monsum von Tokio Hotel, was hier durch die Interpretation vollkommen neue Horizonte eröffnet.
Der Song hat wirklich Potential.
Ebenfalls sehr überzeugend die Version von Hier kommt Alex, im Original von Die Toten Hosen. Hier zeigt sich mal wieder außerordentlich wie genial dieses Lied eigentlich ist.

Mein Fazit: Es ist und bleibt immer noch ein Coveralbum, also eine Sache die kein Muss ist, wie ich finde, doch wer sich gut unterhalten wissen möchte, vor allem weil hier ein paar originelle Lieder aus den neunziger Jahren mit untergebracht wurden, der sollte einfach mal reinhören.
Es ist unterhaltsam und überzeugend und der eine oder andere Song dürfte die nächste Metal.Party sicherlich bereichern.

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Tracklist
1. Schrei nach Liebe feat. Bela B.
2. Schwule Mädchen
3. Alles neu
4. Ich find dich scheiße feat. K.I.Z.
5. Durch den Monsun
6. Mein Block
7. Ein Kompliment
8. Hier kommt Alex
9. Major Tom
10. MfG
11. Alles nur geklaut

Erscheinungsdatum
11.01.2013

Label
Four Music