Review: Louise Distras – Dreams From The Factory Floor

Louise Distras Foto 2Vor einigen Tagen habe ich sie hier noch mit ein paar Videos vorgestellt, nun liegt das komplette Debütalbum der Musikerin aus England vor.
Bei dem Album Dreams From The Factory Floor handelt es sich um das Debüt der fünfundzwanzijährigen und dieses Debütalbum steht in den Fußstapfen der englischen Punk-Geschichte.
Die Songs kommen hier in einem Soundgewand wie sie so sicher auch in den siebziger bis achtziger Jahren hätten erscheinen können, wobei sie schon zeitgemäß aufgenommen und gemixt wurden.
Im Pressetext zum Album wird auf die Sex Pistols verwiesen, ebenso auf Joe Strummer und damit auf The Clash und der erste Eindruck von diesem Album ist, das die Songs genau in dieses Umfeld passen und dort hingehören.
Die Lieder stehen in einer Linie und Tradition zu den eben genannten, umgesetzt und gespielt im eigenen Stil von Louise Distras.
Wobei dazu gesagt werden muss das mir die Musik von Louise Distras hier ein wenig netter, leicht poppiger, einfach eingängiger rüberkommt.
Die Songs rocken, so ist es nicht, doch sind sie einfach gut eingängig, radiotauglich sind sie sicherlich, wenn auch nicht so poppig das sie nicht rocken.
Klar, es geht noch rockiger, ein wenig punkiger, ein wenig wilder, doch hier ist sicher auch zu beachten das hier die Dame mit einer Gitarre auf dem Cover abgebildet ist, was heisst das sie wohl auch diese Gitarre spielen wird.
Eine Akustikgitarre, die macht eben keinen Streetpunk sondern eher das Gegenteil.
Aber das alles soll hier nun nicht abwertend klingen, denn die Musik von Lousie ist ordentlich abwechslungsreich, anspruchsvoll und dabei noch gut unterhaltsam.
Sie schreibt recht ordentliche Lieder, die sich eben nicht zu verstecken brauchen, eigenständig sind und nicht auf Radiotauglichkeit im Punkgewand getrimmt wurden.

Louise Distras FotoMein Fazit: Louise Distras liefert hier einfache, aber gute kleine Lieder ab, welche kleine Geschichten erzählen und dabei unterhalten können, oder einfach als gute Hintergrundsmusik fungieren dürfen.
Die Musik ist unaufgeregt, erschreckt niemanden wahrscheinlich, kommt recht nett, aber auch unangepasst und nicht für die Charts geschrieben, daher.
Das ganze gefällt, kann wie gesagt als gute Hintergrundsmusik gehört werden.
Mein Geschmack wird hier nicht ganz getroffen, aber ich finde das was Louise Distras macht auch nicht schlecht, im Gegenteil, sie macht gute Lieder von denen es mehr geben darf dort draussen und in den Radiostationen dieser Welt.

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Louise DistrasTracklist
Stand Strong Together
Bullets
Love Me The Way I Am
The Hand You Hold
Not In Our Name
Black and Blue
Shades Of Hate
No Mercy
One Thousand Tears
Story Is Over
Dreams From The Factory Floor
People Of The Abyss

Erscheinungsdatum
27 September 2013

Label
Street Revolution Records