Kolumne: Eine Masse an Plattenbesprechungen

4038436132_cb192cb7f5_zJeden Tag eine Plattenbesprechung, wie macht ihr das? – Diese Frage stellte sich mir, denn wie machen wir das, wie mache ich das?
Streckenweise werden hier von mir täglich eine, oder auch mehr, Plattenbesprechungen veröffentlicht, doch wie komme ich auf die Masse an Plattenbesprechungen, wie höre ich mir das alles an, wie höre ich rein und höre ich überhaupt rein?

Zuerst sei gesagt, ich höre überall rein, in all das was ich hier vorstelle habe ich auch reingehört.
Dann wird unterschieden.
Digitale Bemusterungen stellen für mich kein Gesamtbild dar, über die schreibe ich entsprechend, denen widme ich auch nicht so viel Aufmerksamkeit.
Ich höre mir die digitalen Bemusterungen natürlich an, lese mich auch rein, ein wenig, Informationen rund um die Veröffentlichung werden aufgenommen und eingefügt.
Doch wenn mir die Platte als solche fehlt, kann ich nicht drüber berichten und die Veröffentlichung so wahrnehmen als wäre sie vor Ort.

Soweit zu den virtuellen Bemusterungen, bei realen wird das alles von mir ein wenig anders gehandhabt.

Veröffentlichungen auf CD, die haben viele Chancen, viele Möglichkeiten von mir gehört zu werden.
Diese Höre ich häufig wärend den Autofahrten zur Arbeit.
Hier ist die Zeit ausführlich reinzuhören, das Werk reifen zu lassen.

Dann wird die Plattenbesprechung verfasst.
Diese Plattenbesprechungen werden fliessend geschrieben, meistens nicht am Stück, sondern mit dem Gefühl der Musik als Begleitung.
Oft schreibe ich die Texte nicht zu Ende, ich arbeite die Texte nicht ab.
Klappt es mit einer Plattenbesprechung nicht, dann bleibt sie liegen, darf warten, noch ein wenig reifen.
Daher kommt es das immer wieder Texte rumliegen, auf Fertigstellung warten.
Ich schreibe ein wenig die Texte nebeneinander, Parallel.
Sie werden vorbereitet, mit der Rahmenhandlung, den Informationen, der Gestaltung, wie die Bilder und dergleichen.
Manchmal wird sogar das Fazit gefasst, erst dann der Weg dorthin definitert und niedergeschrieben, wobei dieser Weg nicht der einfache ist.

So eintwickeln sich die Texte, wachsen und formen sich, laufen nebenher, voraus und werden erweitert und dann kommt der Punkt das ein Text zu einem Ende gefunden hat und wird fertig, darf erscheinen.
Teilweise ist es dann Absicht das ich die Plattenbesprechungen nicht alle an einem Tag erscheinen lasse, wenn diese fertig sind, damit jedes seine eigene Aufmerksamkeit bekommt.
Aber meistens bringe ich einen Text dann pro Tag zu einem Abschluss, gebe den Worten den Feinschliff, so das ich sie veröffentlichen kann.

Oben ausgelassen habe ich die Sonderformate, wie Langspielplatten udn Musikkassetten.
Diese kann ich nicht so reifen lassen, denn diese kann ich nicht jeden Tag, überall hören.
Die Texte entwickeln sich ähnlich, doch brauchen sie den Moment und das Abspielgerät damit ich mich mit den Veröffentlichungen befassen kann.

Nun ist vielleicht hier am Ende dieses Beitrages die Frage warum ich das alles geschrieben habe.
Nun denn, einfach nur damit ein kleiner Einblick und ein Verständniss für die Arbeitsweise hinter den Kulissen des biotechpunk gegeben ist.
Denn natürlich höre und schreibe ich nicht jeden Tag über ein Album, höre und schreibe auch nicht über fünf Alben, wie hier teilweise die Beiträge dann erscheinen.
Jedes Album und jede Band bekommt die Aufmerksamkeit und Zeit wie ich ich sie für richtig und nötig erachte um mich einem Album zu widmen.

Bildnachweis: Foto auf flickr von Stéfan unter BY-NC-SA CC-Lizenz
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