Kurz vorgestellt: Echolon

EcholonEine Band, die mein Interesse anhand eines Teaser und einer Pressemeldung weckt, das gibt es nicht oft, doch heute ist es mal wieder passiert und zwar bei Echolon.

Der Bandname ist zuerst einmal für mich nicht so Aussagekräftig, doch habe ich in die Pressemeldung reingesehen und dann konnte mich die Band einfach Stück für Stück für sich gewinnen, wobei ich noch nicht einmal einen Song so wirklich, außer das wenige im Teaser, gehört habe.

Die Band Echolon kommen aus Österreich, spielen Die philosophischen Avantgarde Black Metal, wie es in der Pressemeldung heisst und es gibt neues Material von der Band.
Das neue Album, dessen Artwork ihr hier selbstverständlich als Artikelbebilderung sehen könnt, nennt sich Vivito! Creato! Moritor! und wird am 24.01.2014 bei Gravity Entertainment erscheinen.

Hier der Teaser zum Album, damit ihr einen kleinen Einblick habt um was es hier geht.

Wer nun die Hintergründe zum Album wissen möchte, für den zitiere ich nun den prosarischen, sowie den faktischen Hintergrund zum thematischen Albumsinhalt:

Prosaisches zum Hintergrund:
Der Albumtitel ist eine auf drei Worte reduzierte Biografie von 4 Malern deren Schaffen über Jahrhunderte hinweg miteinander verbunden ist.
Dieser gedankliche Gleichklang ist jedoch versteckt, ja subtil. Mehr ein tiefes Brummen und Rauschen in der von Melodien überträchtigen Sinfonie der Geschichte.
Wenn man nun aber behutsam, Melodie um Melodie entfernt, Violinen und Celli verstummen, Flöten und Fagotte verklingen, Trompete und Hörner ermatten lässt, so wird das Brummen lauter, das Rauschen intensiver.
Immer dichter wird es und umso deutlicher die Melodie, die zuerst verborgen war.
Man hört die Pauken, von Callot geschlagen, vom 30 jährigen Krieg erzählen.
Opfer um Opfer, Schlag um Schlag und blechern schallen die Trompeten von Dix seinen Drang die Realität des 1. Weltkrieges zu erleben, den nur das sei wahrer Realismus.
Kaum sind die Pauken verstummt, übernimmt das irrsinnige Flötenspiel de Goyas. Dieser taube Mann, der umso deutlicher sah, malte wie besessen die Gräuel des Napoleonischen Krieges. Und dissonant von jeglichem Tatendrang gereinigt, die Trompeten Dixs, kakophonisch wie ein Trommelfeuer.
Und irgendwann verstummen auch die Flöten und nur mehr melancholisch einsam surrt die Bratsche Manets, während Franzosen und Deutsche sich die Köpfe einschlagen.
Was am Ende bleibt sind die Trompetenklänge Dixs, die sich tiefer und tiefer in das Ohr bohren. Die im Schädel wiederhallen mal links, mal rechts, mal links, mal rechts sich immer zu wiederholend, wie die Geschicke der Menschheit.

Faktisches zum Hintergrund:
Die Idee hinter der Visualisierung des gesamten Albums war es einerseits die historischen und andererseits vor allem die malerischen Zusammenhänge zwischen Callot, de Goya, Manet und Dix herauszuarbeiten. Allen vieren ist es gemein, dass sie physisch in unglaublich grausamen Kriegen anwesend waren. Und allen vieren ist es gemein, dass sie versuchten diese Eindrücke in eine Bildsprache zu übersetzen die es verhindern sollte, dass es neuerlich zu solchen Auseinandersetzungen kommt.
Die Arbeit der Maler wird einen nur klar, wenn man die Umstände beleuchtet. Alle fingen sie jeweilige Realitäten ein. Also tatsächliches aber von seiner Doppeldeutigkeit gereinigtes.
Sie gründen tief im Fundament der Geschichte, im faktischen und erarbeiten daraus die Essenz des Krieges. Das heißt eine chronologische Betrachtung führt direkt zur Erkenntnis dessen was die Maler einfangen wollten, legt ihre Beweggründe dar und lässt ihr Ziel erkennen.
An sich läuft es darauf hinaus: Betrachten wir ein Bild von Callot, so wirkt es auf uns fremd, einer Welt entnommen, die unendlich fern liegt.
Wandern wir nun aber zielstrebig in Richtung Gegenwart, so erkennen wir, dass das Gemalene zutiefst aktuell ist nur in einem anderen Gewand.
Dies verdeutlichen wir durch die Zeitsprünge in Richtung Dix.
Die Idee des Krieges, im platonischen Sinne, der Krieg an sich, war immer schon derselbe – nur seine Gestalt ist eine andere. So wie Eis, Wasser und Dampf eben letztlich auch nur drei Formen eines ganz bestimmten Moleküls sind.

Wer ist nun bis hierhin geschafft hat und dessen Interesse weiterhin besteht für den gibt es eine sogenannte Timeline Dokumentation welche einen Einblick in das komplette Album abliefert.
Das ganze nennt sich A Preview in 13 Pictures, weil es die dreizehn Lieder des Albums behandelt.

Zum Schluss hier nun noch die Tracklist von Vivito! Creato! Moritor!:

Vivito! Creato! Moritor!“:
1. Les Grandes Misères de la Guerre
2. Der Baum der Gehängten
3. Tod und Teufel
4. Strappado
5. Desastres de la Guerre
6. Der Krieg in mir
7. Des Teufels Bluthund
8. Die Grauend des Krieges
9. Effet de neige à petit Montrouge
10. Vor mir türmen sich die Scherben
11. Ewigkeit
12. Totengeigen
13. Triptychon: Der Krieg