Review: Deadend In Venice – A View From Above

Deadend In Venice BandMit glockenhellen weiblichen Gesang eröffnet die Scheibe von Deadend In Venice, was so nicht direkt auf eine Death Metal Veröffentlichung schliessen lässt, die dieses Album hier doch sein soll.
Oder habe ich hier was übersehen? – Nein, die Band spielt Melodic Death, und diesesr Song stellt das Intro des Albums dar, welches die Band hier abliefert.
Im nächsten Lied wird dann auch wieder klargemacht wohin die Reise geht, das die Band Melodic Death spielt, wenn auch mit weiblichen wie männlichen Gesang, wobei die männliche Stimme die Grouls übernimmt, wohingegen die weibliche für den hellen Klargesang sich verantwortlich zeigt.

Im Gothic sind solche Aufteilungen schon recht verbreitet, doch der „Die schöne und das Biest“ Stil ist nun auch nichts neues mehr und auch wenn es hier nun im Death Metal, beziehungsweise Melodic Death seine Anwendung findet, so wird es dadurch nicht origineller.

Das Album, es wurde über Crowdfunding finanziert, wird somit sicher seine Fans haben, doch es ist durch seine Stileelemente schon eine schwere Sache, denn für reinen Melodic Death ist es doch recht poppig, geht durch den Klargesang in eine recht erwartbare Richtung, wohingegen der Death Metal Anteil hier recht weit zurückgefahren ist, die Grouls sind wenige, auch die düsteren Elemente in der Musik sind nicht so dominierend als das es so einfach als Melodic Death durchgehen könnte.

Hier trifft eben ein Pressetext, eine Erwartungshaltung und die Musik aufeinander und versuchen sich gegenseitig gerecht zu werden, wobei die Musik an dieser Sache keine Schuld trägt.
Doch im großen und ganzen wird hier eben, auch wenn es vielleicht unter dem Banner des Death Metal einzusortieren ist, aus meiner Sicht eben keiner geboten, einfach aus dem Grund das hier durch den Gesangsstil vom ganzen abgewichen wird.

Mein Fazit: Die Dominanz des weiblichen Klargesangs, so gut er sein mag, er erdrückt die Musik, meiner Meinung nach und nimmt dem ganzen recht viel Kraft, da das ganze hierdurch einfach der Druck genommen wird.
Das mag von der Band so gewollt sein, doch trifft sowas überhaupt nicht meinen Geschmack, so gut es auch gemacht sein mag.
An der Produktion ist hier nichts auszusetzen und da die Band ihr Album über Crowdfunding finanziert haben finden und haben sie auch ihre Fans, doch mich können sie mit ihrer Musik leider nicht erreichen.

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Deadend In VeniceTracklist
Ides of May
Black Baccara
An alien in disguise
The Overview
A glow in the dark
Call from the North
Ocean of regret
Devolution of the crown
Changing Directions
Nothing’s left in long-closed eyes
In dawnless days

Erscheinungsdatum
25 Oktober 2013

Label
KickTheFlame