Review: Neurotic November – Anunnaki

Neurotic November BandEin Bandname, passend gerade zur Jahreszeit, würde ich mal sagen.
Doch einfach mal losgelöst von der Jahreszeit betrachtet wird im Pressetext darauf hingewiesen das Neurotic November aus dem sonnigen Süden Floridas kommen.
Da passt dann in der Gedankenverbindung irgendwas nicht mehr ganz so zusammen.
Auf der einen Seite die Sonne, auf der anderen der November.
Aber vielleicht bezieht sich diese Monatsbezeichung auch auf eine Person mit einem solchen Vornamen?
Möglich wäre auch dieses.
Doch woher auch der Bandname rührt, werfen wir den Blick einfach mal hinter das Coverartwork, welches mich ein wenig an den Wüstenplanet erinnert und hören der Musik zu.
Diese ist eigenwillig, Metal zwar, doch eigenen Wegen und Strukturen folgend, was die Lieder als solches aber auch den Songaufbau und die Elemente angeht.
Death Metal, Metalcore, ein wenig Industrial. Ein paar Experimente, mal doch eher minimal ausgelegt, immer durchdacht, kraftvoll und extrem.

Das ganze ist sehr Abwechslungsreich, aber auch mal vertrackt, nicht immer einfach, vor allem den Strukturen und Elementen zu folgen, wobei die Musik nicht Disharmonisch ist, sich eigentlich, wie ich finde, ganz gut hören lässt.
Klar, es ist nicht einfach und man muss sich als Hörer schon ein wenig auf die Musik hier einlassen, auch einlassen können, ansonsten ist hier zu viel Unruhe in den Liedern, zu viele Momente die einer Hintergrundberieselung entgegenstehen.

Mein Fazit: Die musikalische Welt von Neurotic November ist keine leichte, ist aber auch nie behauptet worden.
Der Hinweise auf das sonnige Florida im Pressetext gibt aber am Ende keinen Hinweis auf die Musik die hier abgeliefert wird.
Oder entsteht solche Musik nur in sonnigen Regionen?
Neurotic November liefert hier aber ein Album ab welches massenweise Ideen mitbringt, Elemente und Einflüsse die hier untergebracht werden, die den Sound bereichern, weiterbringen, über alle möglichen Tellerränder hinausträgt und vor keinen Grenzen halt macht.
Das Album kann mich überzeugen, auch wenn ich weiß das ich es nicht immer hören könnte, denn die Musik fordert den Hörer schon ordentlich heraus und auch ein beiläufiges Hören würde dem Album nicht gerecht werden.
Manchmal sind Alben einfach zum Genuss geschrieben worden, das ist hier so einfach nicht der Fall, denn auch wenn wir das Album geniessen können, so braucht es eine ehrliche Beschäftigung mit dem selben.

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Neurotic NovemberTracklist
1. Anunnaki
2. Check Mate
3. To Prevail
4. The Betrayer
5. Nonchalant
6. Alonzo / Precious Life
7. You’re Not An Easy Act to Follow
8. Parents
9. Can Be Conquered
10. Wasabi Anguish
11. Our Development

Erscheinungsdatum
29.10.2013

Label
Victory Records