Review: Vyre – The Initial Frontier Pt.1

SCR-CD042 VYRE - The Initial Frontier Pt. 1 CoverVyre, eine Band, ein Bandname der mir auf den ersten Blick nichts sagt, den ich nicht kenne, beziehungsweise vom heutigen Standpunkt her nicht kannte.
Sie spielen, wenn ich der Pressemeldung glauben schenken mag, Interstellaren Black Metal.
Space Metal also irgendwie, oder?
Unter dieser Genrebeschreibung stelle ich mir erstmal sowas wie The Kovenant vor, deren Musik würde ich dort einordnen, wenn wir hier das Genre so auslegen und im groben kann ich sagen das die Musik von Vyre schon ein wenig in diese Richtung geht, also die gedankliche Verbindung bei mir zwischen diesen Genrenamen und damit mit den beiden Bands gar nicht mal so verkehrt gelegen hat.

Nun kommen wir hier aber zur Musik von Vyre, die zwar im Black Metal angesiedelt ist, dabei aber ziemlich frisch und innovativ klingt.
Zwar wird hier kein Genre neu erfunden, so ist es nicht, ansonsten wäre wahrscheinlich der Vergleich mir oben nicht in den Sinn gekommen, doch Vyre erschaffen sich hier ihre eigene Nische, von der Musik und vom Konzept her.
Die Musik passt zum Konzept, und anders herum ebenfalls ist es passend.
Geboten wird hier sehr klarer, frisch klingender Black Metal, eben aus den Tiefen eines Raumschiffes und nicht aus alten irdischen Schlösser kommend.
Der Weltraum, Cyborgs, Raumschiffe, das sind die Welten der Band, die hier verarbeitet werden, jedenfalls wenn ich nach den Pressetext gehen kann, denn die Textblätter liegen mir bei dieser Promo nicht vor.
Musikalisch wird hier nun aber nicht nur auf Hochgeschwindigkeit gesetzt. Die Musik geht durch klangliche Sphären, durch Raumwelten.
Sie dehnt sich aus, zieht sich zusammen, wie es passt, wie es dem Konzept, dem Song und seiner Struktur dient.
Das ist nun vielleicht für die Puristen unter den Black Metal Fans zu viel, zu verspielt und nicht True genug, das mag sein, doch musikalisch geht es hier einen Schritt darüber hinaus und wird eine eigene Klangwelt erschaffen, wie auf dem Black Metal basiert und aus diesem seine eigene musikalische Welt erschafft.

Mein Fazit: Frischer Black Metal, mit klaren Linien, Strukturen und dabei kreativen und abwechslungsreichen Songs wird hier auf dem Album von Vyre geboten.
Das gefällt mir hier ausserordentlich gut, was die Band auf ihrem Debüt abliefert.
Musikalisch ist, wie oben schon erwähnt, das alles in dem Space-/Cyber-Konzept eingearbeitet, doch die Musik selber klingt hierdurch nun nicht steril oder glatt produziert, sondern ist einfach sauber produzierter Black Black Metal.

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Tracklist
1. Small Bang Theory (introduction)
2. The Initial Frontier
3. Fragile Equilibrium
4. Coil of Pipes
5. Digital Dreams
6. Miasma

Erscheinungsdatum
29.11.2013

Label
Supreme Chaos Records