Review: Isacaarum – Whorecraft

Isacaarum - Whorecraft - ArtworkUnd los, direkt nach vorn.
Eingeschaltet, Kaltstart, direkt auf Höchstgeschwindigkeit.
So klingt und wirkt das Album hier auf mich.
Aber das darf uns hier natürlich als Hörer nicht wundern, spielen Isacaarum hier schliesslich Grindcore, gemischt mit ein wenig Black Metal.
So hat das Album auch neun Songs, doch sind diese nach knapp dreissig Minuten auch schon wieder vorbei.
So spielt die Band aus Tschechien hier ihre Musik, ihren Grindcore und versuchen uns als Hörer damit zu überzeugen.
Doch sei an dieser Stelle gesagt das es verschiedene Spielarten und Varianten des Grindcore gibt.
Ich unterteile es nun nicht in gut und schlecht, doch es gibt den leichter Hörbaren und den schwer Hörbaren.
Es gibt Bands die ihren Grindcore im Studio aufnehmen und auch Songstrukturen mitbringen und es gibt Ein-Mann-Wohnzimmeraufnahmen.
Der Grindcore von Isacaarum bringt eine ordentliche Produktion und Aufnahme mit, die Band ist schliesslich auch bei einer Plattenfirma unter Vertrag und hat ihre Musik nicht im Wohnzimmer eingespielt.

Ferner wird hier Musik mit Struktur und Abwechslung geboten, was vielleicht nicht direkt auf dem ersten Blick für ungeübte Hörer rauszuhören ist, doch ist Whorecraft ein durchdachtes und spannendes Album, welches vielleicht auch ein wenig in die Richtung des Death Metal driftet.
Aber der angekündigte Black Metal Einschlag ist eben auch nicht zu leugnen und gibt dem Album dadurch ordentlich Tiefgang mit auf dem Weg.

Textlich und Thematisch könnte die Musik der Band, beziehungsweise deren Texte ein wenig an die geschmacklichen Grenzen stoßen, jedenfalls soll die Band auch ein wenig Porngrind spielen, worauf der eine oder andere Songtitel schliessen lässt.
Dazu kann ich hier nichts sagen, denn ich habe kein Textblatt zu diesem Album vorliegen.

Eine Auseinandersetzung mit Porngrind anhand dieser Band und dieser Plattenbesprechung würde hier und heute sicherlich auch an seine Grenzen stoßen, doch denke ich das solch eine Auseinandersetzung mit dieser Musikrichtung einen interessanten Artikel abgeben würde.

Mein Fazit: Abgesehen davon das Porngrind vielleicht nicht für jeden geschmacklich in Ordnung ist, vielleicht auch politisch nicht, weil es sexistisch sein kann, treffe ich hier nun mein Fazit anhand der Musik die uns die Band mit dem Album bietet.
Hier wird ordentlich produzierter, ordentlich gespielter, unterhaltsamer und origineller Grindcore angeboten.
Isacaarum rocken, wenn das der richtige Begriff im Grindcore ist.
Das Album ist musikalisch überzeugend, zu den Texten kann ich leider nichts sagen, hieran könnte mein Gefallen an diesem Album noch ein wenig scheitern.

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Tracklist
1. Felch Me
2. Spermafrost
3. Queef Corps
4. Born for Porn
5. Revulver
6. Whoreshift
7. Public Enema
8. Twat Machine Gun
9. Cum Together

Erscheinungsdatum
2013

Label
MetalGate Records

Besetzung
Chymus – Vocals
F.C.- Guitars and backing vocals
Jimmy – Bass guitar and backing vocals
Monthy – Drums