Review: mr. burns – Flying Blind

mr.burnsSie nennen sich mr. burns und sind sicherlich weder verwandt noch verschwägert mit jener Person aus den Simpsons, wobei sicherlich interessant zu wissen wäre ob hier Namensinspiration stattgefunden hat.
Doch will ich nun gar nicht zu viele Verbinungen hier zu der Trickfilmserie legen, denn nachher bleibt nur diese bei den Leserinnen und Leser hier hängen und das wäre bei dieser doch sehr gelungenen Veröffentlichung von mr. burns recht schade.

Ich höre mir das Album nun schon seit einigen Tagen an und es überzeugt mich dabei von Tag zu Tag mehr.
Auf dem ersten Blick spielt die Band hier Hardcore, doch je nach Hörgewohnheiten lässt sich mit jedem Hördurchgang mehr und mehr entdecken.
Natürlich ist es keine vertrackte musikalische Welt die hier geboten wird bei der man als Hörerin und Hörer auf Entdeckungsreise gehen muss, doch bin ich der Meinung das sich die Musik von mr. burns hier ebenfalls immer weiter entfaltet.

Überzeugen konnte die Band mich eigentlich gleich mit dem ersten Song und dessen Titel.
Musikalisch erinnert er mich an amerikanischen Hardcore ähnlich S.O.D., die einfach drauf los gespielt haben und vom Titel her geht es in eine ähnliche Richtung.
Doch dann kommt eigentlich das überzeugenste an diesem Album, nämlich das es nicht so bleibt wie ich es nach diesem ersten Song erwartet habe.
Es wird zwar weiterhin Hardcore und Punk gespielt, doch geht dieser in vielfältigen Richtungen und bleibt sich und damit als mr. burns treu.
Die Band hat hier einen eigenen Stil, dem sie auf dem Album folgen, auch einen eigenen Sound, der wirklich Laune macht und dazu mehr als eine Handvoll gelungener Songs.

Ein klitzekleines Manko an diesem Album wäre für mich die Spielzeit, wobei dies nun nicht ganz so tragisch ist, aber von mir aus könnte diese Veröffentlichung ein wenig länger sein.
Gut, so ist diese Veröffentlichung eine Runde Sache, musikalisch gesehen und höchstwahrscheinlich ist die Spielzeit auch damit verbunden das es dies Album auch als Langspielplatte erschienen ist und diese naturgegeben eben eine feste Spielzeit haben, eine Spielzeit die kürzer als eine CD ausfällt.

Mein Fazit: mr. burns können mich mit flying blind vollkommen überzeugen. Direkter, aber durchdachter und musikalisch gelungener, wie abwechslungsreicher Hardcore und Punk den sie hier spielen.
Das Album gefällt mir ausgesprochen gut und es kann mich begeistern.
Wer auf Hardcore und Punk steht, dem kann ich diese Veröffentlichung nur nahe legen und es gibt die Möglichkeit auch in dies Album selber reinzuhören, denn es gibt flying blind auf Bandcamp als Stream, wie ihr weiter unten in diesem Beitrag auch sehen könnt.
Wer auf Hardcorepunk steht sollte sich mr. burns nicht entgehen lassen.

_______________________________________________________________________________________________
Tracklist
american football is not the same as soccer you sucker
rejected
nøålsø
done with it
break
halber hahn
heini kilmister
riot
flying blind
take your guns
the worst is yet to come
perfect yesterday

Erscheinungsdatum
20.12.2013

Label
Kidnap Music

Discographie
2002 “Turn it off” LP Klartext-Rec.
2004 “Where is your freedom?” LP Klartext-Rec.
2005 “Where is your freedom?” CD ANR / Klartext-Rec.
2007 “Restbestand” 7” Kidnap Music / Klartext-Rec.
2008 “Static” LP / CD Klartext-Rec. / AK37 Rec.
2013 “Flying blind” LP / CD Kidnap Music

Stream

Schlagwörter: , , , ,