Review: Sol Negro – Dawn of a new sun

Sol NegroSol Negro spielen, wie könnte es bei diesem Bandnamen anderes sein, düsteren Metal, sogenannten Dark Metal, wenn man die Genrerichtung bei ihrem Namen benennen möchte, wobei hier die Genregrenzen recht schwammig und offen sind, wie ich finde, doch das ist sicherlich eine vollkommen andere Geschichte.
Die Band spielt also düsteren, dunklen Metal, Dark Metal eben und genau das machen sie recht überzeugend.
Dunkel, passend zum Bandnamen ist die Musik und insgesamt, dem Bandnamen werden sie schon sehr gerecht, der ist passend gewählt worden.

Doch nun zum Album als solches. Wie gesagt, die Band spielt Dark Metal, wenn ich das Coverartwork so betrachte, dann kommt dort zwar eine schwarze Sonne (Sol Negro) drin vor, und damit wird auch der Albumtitel dargestellt, doch wenn ich nur das Artwork betrachte, dann wäre ich eher auf Black Metal gekommen und nicht dem was hier gemacht wird.
Aber genau an dieser Stelle sind die Grenzen fliessend. Musikalisch kommt hier und da Elemente aus dem Black Metal zum Zuge, auch gesangsmäßig sind kleine Überschneidungen vorhanden, aber am Ende ist es dann doch nicht das gleiche Genre.

Wer nun bei Dark Metal an eine bestimmte Band denkt, der wird sicher nicht falsch liegen, doch ein Blick in die Wikipedia zeigt das hier diverse Bands, von Eisregen über Dimmu Borgir bis Moonspell unter diesem Genrebanner agieren.
Für mich ist das alles nicht das gleiche, doch habe ich eine Vorstellung für dieses Genre, irgendwie, und Sol Negro treffen diese Vorstellung recht gut.
Die Band findet bei mir ihren Platz zwischen Tiamat und Moonspell, dort könnte ich sie musikalisch irgendwie verorten.

Aber jetzt genug über irgendwelche Schubladen geschrieben, eigentlich kommt es nur auf die Musik an und ob diese überzeugend ist und an dieser Stelle muss ich sagen das mich Sol Negro mir ihrem Werk überzeugen können.
Ohne irgendwelche Spielereien, ohne Ausschmückungen die nicht der Musik dienlich sind, so kommt das Album daher und ist dabei eine runde, eine abwechslungsreiche Sache geworden die zu überzeugen weiß.

Mein Fazit: Lasst euch nicht von irgendwelchen Oberbegriffen verwirren, die sind eigentlich mehr als überflüssig und dienen kaum der Orientierung.
Dafür dient die Musik von Sol Negro der orientierung, denn sie weiß einfach zu überzeugen.
Lassst die Musik einfach auf euch wirken, sie kann Klangwelten erschaffen, aber auch einfach so genoßen werden.

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Tracklist
No Fear To Die 07:58
9th Conjuration 04:04
Dead Emotions 04:28
Nuclear Sentinel 05:13
They Came From Darkness 04:53
The Passage Without Light 06:44
Where Flies the Raven 05:35

Erscheinungsdatum
2013

Label
Chaos Records

Besetzung
Tyburn – Drums
Carl – Bass
Sangreth – Guitar/Vocals
Tannoth – Lead Guitar

Stream

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