Review: Impure Wilhelmina – Black Honey

Impura WilhelminaSchwarzer Honig, so der Titel dieses Album, quillt direkt ab der ersten Minute aus der Anlage, als ich das Album von Impure Wilhelmina angemacht habe.
Der Song ist direkt und auch direkt überzeugend, sehr kräftig, wobei der Gesang nicht gleich meinen Geschmack trifft und damit erstmal ein paar Fragezeichen bei mir aufwirft.
Doch mit dem ersten Song stelle ich für mich noch nicht sofort ein komplettes Album in Frage, vor allem weil die Musik als solche sehr überzeugend ist, wie ich finde.
Es ist bei mir eben immer wieder das gleiche Thema, der Gesang mit dem bei mir vieles steht und fällt, wobei so schlimm ich den Gesang an dieser Stelle auch nicht finde und damit nicht negativ auf dieses Album blicken sollte und, das sei hier noch gesagt, der Gesang passt einfach zu diesem Song.

Doch nun Schluss mit diesen Kleinigkeiten, die Band hat mit ihrer Musik ist ein großes, ein kompaktes Werk eingespielt und hier veröffenticht, welches erst einmal, besser mehrmals durchgehört werden muss um erfasst und wahrgenommen werden zu können, jedenfalls geht es mir mit diesem Album so.
Vieles passiert hier, Welten werden erschaffen, Gefühle erzeugt und in Musik umgesetzt.
Das ist mehr als in ein paar Worte hier niedergeschrieben werden kann, denn manchmal lässt sich Musik nicht mit Worten einfangen und wiedergeben, wahrscheinlich klappt dies sogar niemals, aber versucht wird es trotzdem immer wieder.

Nun werde ich der Musik mit Worte, wie ich festgestellt habe, hier nicht gerecht, wie also eine Plattenbesprechung schreiben wie in irgendeine Weise über dies Album handeln kann?
Gefühle und Stimmungen werden hier in Töne, in Lieder verpackt, ergeben einen Sinn im Hörgenuss, der hier angeraten werden kann, denn nur im Genuß entfaltet sich die volle Breite dieses Albums.
Seine Tiefe wird freigelegt und angeboten, lässt sich erfassen und wahrnehmen.

Dieses Album hier ist kein leichtes Album, soll und will es wahrscheinlich auch gar nicht sein, doch ist es ein kompaktes Werk, mit dichten Liedern und auch mein eingangs erwähntes Manko des Gesangs, welcher mir nicht so ganz gefiel, hebt sich über die Länge dieser Veröffentlichung auf und fügt sich in die Songs ein, gibt ihnen eine weitere feine Note um die Songs aufleben zu lassen.

Mein Fazit: Dieses Album hier ist eine Welt die mehr als ein flüchtiges reinhören benötigt um erfasst und begriffen zu werden.
Black Honey ist ein emontionales und tiefes Album, welches zwar seine Zeit braucht, aber sich dabei immer mehr entfaltet und für den Hörer entwickeln kann.
Ihr könnt unten in das Album reinhören, als Webstream, doch auf einer richtigen Stereoanlage gibt dies Album noch mehr seiner Klangwelten preis als nur über PC Boxen gehört.

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Tracklist
01 THE ENEMY
02 SUBMERSIBLE WORDS
03 CHEST
04 GRAND GENDARME
05 BLACK HORSE
06 JOSEPH
07 MUTE
08 UNCOMFORTABLE LIFE
09 COURAGEOUS
10 FOR THE MAN THAT I LOVE
11 GOD RULES IS EMPIRE

Erscheinungsdatum
14.02.2014

Label
Hummus Records

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