[Review] Verlorene Jungs – s/t

verlorene jungsDie Verlorene Jungs sind mir als Band schon länger ein Begriff, doch habe ich sie noch als Oi!-Punk Band in Erinnerung.
Seit der Bandgründung ist viel passiert bei den Verlorene Jungs und in dieser ganzen Zeit hat die Band einen kleinen Wandel durchgemacht.
Einen Wandel und eine Entwicklung zu eben dieser Band die hier nun ihr selbstbetiteltes Album vorgelegt hat.
Wohin dies Album nun geht, wie diese Musik einzusortieren ist kann ich gar nicht so leicht festmachen.
Es ist Rock, dieser ist auf Deutsch vorgetragen, vielleicht ist es deswegen Deutschrock, vielleicht ein wenig Punk mit dabei, dann könnte es Deutschpunk sein, doch will ich nicht die verwendete Sprache miteinfließen lassen, denn dies ist für mich gleich einer Wertung ähnlich.

Die Musik der Verlorene Jungs bewegt sich auf dem selbstbetitelten Album hier im großen und ganzen, wie ich es einsortieren würde, zwischen Punk und Rock, wobei es meist der härtere und schnellere Rock ist der hier geboten wird.
Den einen oder anderen ruhigen Song und Moment ist auch auf dem Album zu finden, doch im großen und ganzen sind die rockenden und schnelleren Lieder in der Mehrheit.

Wer hier nun nur ein schnelles Punk Rock Album erwartet wird sicher mehr als einmal enttäuscht werden, denn die Platte ist recht Vielschichtig und bedient und verwendet mehr als einen Stil.
Die Lieder haben die ganz ruhigen Momente, wie zum Beispiel der Song monoton, doch im nächsten Moment, im nächsten Song rockt die Band dann wieder so richtig los, wie in dem darauf folgenden 48 Stunden.

Mein Fazit: Was habe ich von der Band, von den Verlorene Jungs erwartet bei diesem Album?
Ich weiß es nicht genau, denn es war schon vor der Veröffentlichung dieses Albums abzusehen das sich die Band weiterentwickelt hat.
Es wird eben kein Oi! mehr gespielt, sondern komplexere Lieder, welche dazu noch sehr tiefgängige, abgestimmte Texte mitbringen.
Nicht das es im Oi! keine gute Texte gäbe, das will ich hier nicht damit sagen, sondern nur das die Band, die Verlorene Jungs, hier durchdachte Lieder auf das Album gepackt haben, die Strukturen und Melodien mitbringen und zwar eingängig sind, dabei aber genug mitbringen so das wir uns noch weiter mit den Songs beschäftigen können.
Jetzt aber genug der Schachtelsätze hier in der Plattenbesprechung; die Verlorene Jungs können mich hier an dieser Stelle einfach mit diesem selbstbetitelten Album überzeugen.
Das Album rockt, hat Melodien, hat ein stimmiges Songwriting und auch die verschiedensten Lieder dieses Album passen einfach zusammen.
Um es ganz einfach zu sagen: Das Album gefällt mir.

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Tracklist
wahn und lüge
leben auf zeit
komm wir feiern…
monoton
48 stunden
die letzten sterbenden herzen
wieder kinder sein
wenn du dir alles nimmst
menschenfresser
niemand sagt dir es wird leicht
du fragst mich
der typ im spiegel
neue wege

Erscheinungsdatum
10.04.2015

Label
Schema F

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