[Konzertbericht] Chromaphonic live in Berlin

Chromaphonic Live in Berlin

Chromaphonic live in Berlin

Ein verwirrter Ausdruck huschte über mein Gesicht, als ich 21:45 Uhr – eine viertel Stunde zu spät – zum Eingang des Drugstore/der Potse eilte und meinen Vater (er ist der Bassist der Band) noch gemütlich davorstehend eine rauchen sah.
Trotzdem ging ich schon einmal hoch in die Potse und quatschte ein bisschen mit den anderen Bandmitgliedern. Sie hatten noch nicht angefangen, weil es Probleme mit der Technik gab und sowieso noch irgendeine Oldschool-Metal-Band im Drugstore nebenan spielte, weshalb noch kein Publikum – bis auf mich – da war.
Aber die Probleme waren bald behoben und die Band hatte ihr letztes Lied beendet, als immer mehr neugiere Leute kamen und die Chromaphonic-Mitglieder ihre Plätze einnahmen.

Opener war „Alice“, ein Song, der ziemlich gut zusammenfasst, welche Genres die Band aufgreift. Chromaphonic selbst beschreiben ihren Stil mit folgenden Worten: „Swingmetal/Electro/Funkcrossover“. Auch durch die Instrumente (Gitarre, Bass, Schlagzeug, Klavier, Geige, gelegentlich auch mal ein Cello und Gesang) ist die Vielfältigkeit ihrer Musik bestätigt. (Hörbeispiele gibt’s auf chromaphonic.de.)

Der Funken sprang schnell über: das Publikum gewöhnte sich an den anfangs noch etwas ungewöhnlichen Klang und wurde warm. Nicht nur die Musik, sondern auch die Show, die man mit Chromaphonic nach dem ersten Konzert sofort in Verbindung bringt, überzeugte – spätestens mit den Rosen, die der Charmeur von Gitarrist austeilte. Es wurde geheadbangt, geswingt, getanzt oder auch ganz einfach mitgewippt, aber in allererster Linie hat sich jeder bewegt! Und nur wenige kannten die Band schon vorher.

Alles in Allem war es wirklich ein gelungenes Konzert; Chromaphonic gehören zu den wenigen Bands, die ihre Energie von Beginn bis Ende auf das Publikum übertragen können. Wer das live erleben will, kann diesen Samstag (12.11.) zum SPH Halbfinale im Berliner Maschinenhaus kommen und sie anfeuern.

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Chromaphonic auf sind auf Facebook zu finden, Hörproben gibt es auf Soundcloud.