[Review] ÅND – Aeternus

ÅND AeternusBlack Metal, Post Black Metal. Was ist dieses Post hierbei? Die Zeit nach dem Black Metal, die Überwindung dessen? Woran macht sich das so genau eigentlich fest?
Nun sollte ich hier auf einer Musikseite hierfür eine Erklärung bereit haben, doch will und kann ich diese nicht geben, denn was hier passier ist für mich Black Metal, so vielfältig er sein mag.

Die Musik von ÅND auf ihrem Album Aeternus Bewegen sich dabei im Spannungsfeld des Black Metal, auch wenn sie sich nicht an Vorgaben der Vergangenheit und Klischees festklammern, doch wenn das alleine schon die Überwindung des ganzen darstellen soll müssten viele Bands und Strömungen eigene Post-Musikentwicklungsgenres sein.

ÅND – Aeternus

Doch will ich mich hier nicht weiter daran festklammern, so wie die Band sich nicht durch Genreschubladen beschränken lassen will, was ich hier übrigens ziemlich gut finde.
ÅND spielen hier Black Metal, oder vielmehr verwenden sie die Stilelemente in ihrem Sound doch gehen sie einfach weiter und kreieren dabei düstere, teils kühle Stimmungsbilder, fernab der klassischen Old School Black Metal Vorstellung.
Dadurch entsteht eine düstere, aber auch extreme Klangwelt die direkt zu überzeugen weiß.
Die Lieder gehen dabei nicht nur brachial nach vorne sondern blicken in die Tiefe und kommen dabei mit einer Kraft hervor die sich nicht in der Geschwindigkeit sondern in der Stimmung finden lässt.

Mein Fazit: Genug über Genreschubladen, genug über Kleinigkeiten, es geht einfach nur um die Musik und in diesem Punkt kann ÅND mich voll und ganz mit ihren düsteren, manchmal vertrackten, weil nicht erwartungsgemäß auf einen Punkt kommenden Stil überzeugen.
Wohin das nun alles gepackt wird ist dabei vollkommen egal, die Musik ist einfach gelungen und gefällt mir.


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Tracklist
Auferstehung
Verstossene
Niedertracht
Illusion
Dämmerung
Schatten
Heimkehr

Erscheinungsdatum
4 November 2016

Label
This Charming Man Records