SAPHIRE – lebhafte, menschliche Mysterien der Musik !

SAPHIRE – lebhafte, menschliche Mysterien der Musik !

Eigentlich habe ich Saphire durch Zufall bei Magnus Monds Radiosendung „EXTREM LIEDERMACHING“ entdeckt!
Auf seiner geschaffenen Musik Internetplattform eröffnet sich mir eine besondere Erlebnisfläche, welche uns zu diesem Interview führt !
Also freut euch auf ein Klangfarbe – Lebensinterview !

1.) E.L. : Bei deinem Musikprofil von den Eindrucksthemen “ Keybord, Natur, Noten, Gitarre“, können
man erst von einen Natur – Dark – Musikprojekt ausgehen.
In welchen Teil der Musik fühlt man sich besonders zu Hause ?

Saphire : Natur ist ein ganz wichtiger Bestandteil, der zur Entstehung meiner Musik beiträgt.
Wer meine Songs hört merkt schon allein an den Titeln relativ schnell, dass Natur irgendwie eine der mich treibenden kreativen Kräfte ist.
Ich bin viel draußen und die meisten Ideen kommen mir wenn ich über Stock und Stein im Wald, am Strand oder sonst wo stolper.
Wie genau das heißt, wo ich mich stilmäßig zu Hause fühlen kann ich gar nicht richtig beschreiben.
Es geht wohl in die Richtung Piano-Pop-Rock-Irgendwas.
Der Stil an sich spielt im kreativen Prozess auch für mich keine Rolle.
Er passiert einfach, könnte man sagen.
Will es selbst aber auch ungern benennen, da es einen ja doch auch irgendwie einengt, sich selbst irgendwo einzutüten.
Das sollen mal schön die anderen machen !

Es geht wohl in die Richtung Piano-Pop-Rock-Irgendwas

2.) E.L. : Finde es irgendwie schade, das es zumindest von dir keine EP gibt, alle von dir verfassten Lieder gibt es nur im Internet, zum hören oder teilweise runterladen.
Kein Vertrauen sich irgendwann auf einen festen Tonträger einzulassen ?

Saphire : Es ist weniger fehlendes Vertrauen, als fehlende Gelegenheiten.
Eine EP macht man ja nicht mal eben so und bisher habe ich die von mir zu hause produzierten Songs noch nicht als verkaufsbereit eingeschätzt.
Es fehlte auch die Zeit, um sich mal intensiv in ein Studio zu begeben und dort mal, auch gemeinsam mit anderen, plattentaugliche Studioversionen zu produzieren.
Aber ich schau mal was sich 2017 machen lässt.
Geplant ist es schon irgendwie, nur wann genau die richtige Zeit für eine offizielle oder größer angelegte Veröffentlichung ist, wird sich zeigen.
Ich lasse mich an der Stelle auch einfach mal vom Schicksal überraschen.

3.) E.L. : Gibt mir immer wieder ein besonderes frohes lebhaftes Gefühl, gefühlsechter Musiker, welche Live auf den ausgefallensten Orten auftreten, erleben durfte.
Wie laufen bei Saphire die Live Pläne ?

Saphire : Ich habe mich 2016 Live sehr zurückgezogen.
In den Jahren vorher hat es immer noch eine größere Rolle gespielt und ich habe die Auftritte auch sehr genossen, aber 2016 war ich arg durch meine Arbeit eingespannt, so das zum Auftreten irgendwie die Zeit fehlte.
2017 wird sich das allerdings wieder ein wenig verschieben und ausgleichen.
So ist es zumindest angedacht.
Geplant ist noch nichts, aber Anfang des Jahres trete ich beruflich ein wenig zurück und will mich wieder um Auftritte auf den Bühnen in meiner Nähe bemühen, um meine kleinen Songs auch mal Wieder ein bisschen unters Publikum vor Ort zu mischen.

4.) E.L. : Welcher Weg brachte dich über Gitarre, Keyboard, zu deiner eigenen Musik und zum Namen „Saphire“ ?

Saphire : Musik war schon immer eine Möglichkeit für mich mit Gefühlen besser umzugehen.
Habe früh angefangen Klavier zu spielen und viele Gedichte geschrieben.
Die Teeniezeit war für mich nicht einfach.
Habe mit den üblichen Pubertäts- und Identitätskrisen zu kämpfen gehabt und da hauptsächlich die Lyrik als Ausdrucksmittel genutzt.
Habe dann irgendwann entdeckt, dass man ja die Worte gut mit der Musik verbinden könnte und dann einfach angefangen Songs zu schreiben.
Das war glaube ich mit 14 oder 15.
Eine gewisse Vanessa Carlton war an der ganzen Entwicklung auch nicht ganz unbeteiligt und hat mir ihrer Musik den Stoß in die für mich richtige Richtung gegeben.
Dadurch hat sich sehr, sehr viel für mich verändert.
Zum Guten.
Das Song schreiben ist für mich bis heute irgendwie therapeutisch.
Das Klavier eine Art Beziehungspartner.
Den Namen Saphire habe ich mir aus einem Anime geklaut.
Ein Nebencharakter trug den Namen und ich fand ihn schon damals ganz klasse und habe ihn irgendwie bis heute beibehalten.

Den Namen Saphire habe ich mir aus einem Anime

5.) E.L. : Neben deinem wirklich tollen Saphire Wappen und einer ganzen Menge Natur Pfotos gibt es fast keine von dir.
Ist es dein besonderes Anliegen, deine Musik ganz in den Vordergrund zu stellen.
Darf man etwas näheres zu deiner Person erfahre, oder soll für den Hörer eine gewisse Mystik erhalten bleibt ?

Saphire : Das stimmt.
Ich gebe wenig preis und bin wenig „körperlich“ präsent.
Das Internet macht einem das leicht.
Es sähe anders aus, wäre ich Straßen- oder Bühnenkünstler.
Aber ich genieße das.
Ich gebe schon mit jedem Song so viel Intimität an die Öffentlichkeit und in jedem Lied steckt eine große Masse persönliches Leben.
Das reicht mir vorerst.
Aber grade dadurch, dass ich mich zurücknehme, gebe ich der Musik und den Bildern allein die Bühne und lasse sie für sich wirken und sie ihr Ding machen.
Die Idee gefällt mir.
Und Sia sagte mal, dass es der Musikbranche an Mysterien fehle.
Wenn ich sie um eins bereichern kann, tue ich das gerne !

6.) E.L. : Etwas was besonders hervorsticht ist dein Anteil an Christmas Liedern.
Welche wichtigen Inhalte geben dir gerade solche Lieder ?

Saphire : Weihnachtsmusik ist für mich auch immer irgendwie was mysthisches.
Vor allem die älteren.
Vielleicht weil sie so selten hervorkommen und nur so kurze Zeit im Jahr „dran sind“.
Sie geben einem die Chance, uralten Kram, den alle schon in und auswendig kennen mal so ganz auf die eigene Art zu interpretieren und bleiben trotzdem zugänglich, weil sie eben schon jedem bekannt sind.
Das bietet eine große Chance und ist auch eine Herausforderung, weil dieser festgedudelte Rahmen ja auch in meinem Kopf besteht und mir in meinem eigenen Kreativitätsspektrum Grenzen setzt, die es zu überwinden gilt.
Freue mich jedes Jahr drauf mir Weihnachtslieder zu schnappen und sie mir zu eigen zu machen, ohne aber die Identität des Songs zu verlieren.

7.) E.L. : Cover Lieder sind für dich sicher etwas besonderes !
Hat mich wirklich überrascht, das sich noch jemand an “ Kim Frank “ von “ ECHT “ mit “ Weinst Du “ erinnert, da er leider nach dem Ende seiner Band, gescheiterten Solo Versuch, Schauspieler Plan, oder Roman “ 27 „, aus den Augen der Öffentlichkeit verschwunden ist ! !

Saphire : “ Echt “ war eine dieser Bands meiner Jugend, die ich dann schnell als eine Art Jugendsünde abgehakt hab, aber wenn ich die Songs dann wieder raushole, merkte ich schnell, dass das tolle Songs mit tollen Texten sind, die nicht nur mein 15- Jähriges ich authentisch gut finden konnte sondern auch mein heutiges ich noch liebt und dazu schluchzen oder feiern kann.

8.) E.L. : o – Deutsche Piano / Songwriter Music, scheint sich deine Leidenschaften sich nicht festlegen zu lassen, wie es in deinem Lied “ Wildweg “ zum Ausdruck Kommt.
Wie Schwer ist es sich auf den Zeitenwandel einzulassen, der dir durch die Finger gleitet ?

Saphire SpielplatzSaphire : Nicht schwer.
Ich kann mich der Zeit gut ergeben und schaue was sie so mit mir macht.
Ganz selten denke ich “ oh Gott wie schnell ging das denn jetzt vorbei ? „.
Übe mich seit längerer Zeit darin mich ein bisschen mehr auf den Moment zu konzentrieren.
Die Kamera hilft mir hier ungemein.
Ich halte meine Augen auf nach den Wundern die einem so täglich begegnen.
Sei es als Nebel über den Wiesen, Reh im Wald oder Sonnenaufgang.
Es ist nicht leicht all das wirklich zu sehen und es gelingt mir auch nicht immer.
Aber das macht es aus.
Ich bin selbst auch schnell dabei zu sagen ich muss die Zeit nutzen und sie füllen.
Die Dinge geschehen von ganz allein.
Ich muss gar nicht so viel tun.
Nur Augen aufmachen und sehen.
Das reicht manchmal schon.
Und aus solchen Momenten entstehen sehr häufig nicht nur Photos sonderneben auch Songs wie Wildweg.

9.) E.L. : Habe dir ja den Liedtext von “ Gung Ho “ Comic zukommen lassen.
In dieser Zukunftsgeschichte muss sich die Menschheit tagtäglich das Überleben in einer übermächtig gewordenen Natur erkämpfen.
Aus der Stimmung das jeder Tag für einen der Letzte sein könnte, soll dieses Stück „Gung Ho“ die Stimmung einfangen.
Schon ausprobiert wie es sich anhört ?

Irgendwann findet sich dann auch der passende Text dazu

Saphire : Schon ganz oft und auch ohne den Songtext gekannt zu haben.
Meine Melodien kommen aus dem Moment heraus.
Irgendeine Wendung, die meine Hände beim Improvisieren spielen bleibt hängen und formt sich zu nem Songgerüst.
Diese Art des Songschreibens hat für mich immer ein wenig die Stimmung von “ Koste es aus, es könnte das letzte mal sein.“!
Irgendwann findet sich dann auch der passende Text dazu.
Manchmal buddel ich auch uralte Songschnipsel aus, die sich plötzlich über einen bestimmten Text weiter entwickeln und eine feste Form bekommen.
Vielleicht ist also die Gung Ho-Melodie schon irgendwo in meinem Hinterkopf und vielleicht entsteht sie auch demnächst mal aus einer Impro.
Auch hier lasse ich mich überraschen.

10.) E.L. : Wie hat es dich von Rostck zur Extrem Liedermaching Sendung von Magnus Mond verschlagen, ohne die, dieses Interview nicht zu stande gekommen währe ?

Saphire : Ich habe in Dresden studiert und da Magnus Mond kennen gelernt.
Bin dann nach dem Studium wieder zurück in Ostseenähe gezogen.
Komme auch ursprünglich aus Mecklenburg – Vorpommern und wollte einfach gern wieder zurück.
Bereue meine Entscheidung bisher nicht !

11.) E.L. : Wahr ja leider noch nicht im Rostocker Umfeld.
Wie lässt sich von deiner Seite aus, Menschen und Kulturwesen am besten beschreiben ?

Saphire : Die Leute hier im Norden sind meiner Meinung nach ein wenig ehrlicher im Umgang miteinander, was für den einen oder anderen vielleicht ein bisschen eigen ist.
Ich kann damit aber sehr viel anfangen, da weiß ich meist einfach weiß woran ich bin.
Auch ein Grund wieder zurück zu kommen.
Aber man schlecht generalisieren.
Ich mag Rostock, weil ich hier zum Aufwachen schon die Möwen schreien höre und auf mein Fischbrötchen aufpassen muss, damit es mir keine Möwe klaut.
Ich bin hier bisher auf viele offene Leute gestoßen und genieße, das es groß genug aber nicht zu groß ist.
Man hat Wälder, Moore, Felder und natürlich die Ostsee in unmittelbarer Näher und das ist ein Luxus, den ich zusätzlich zu dem Menschenschlag hier in Mecklenburg Vorpommern ungemein zu schätzen weiß !

bevorzuge nichts mehr oder weniger

12.) E.L. : Das Extrem Liedermaching gibt es ja seit letzter Ausgabe nicht nur als Print Heft, sondern auch teilweise auf www.Biotechpunk.de/ Online !
Was ist dir lieber, Printheft, oder Onlineausgabe ?

Saphire : Ich kann mich mit beidem anfreunden und bevorzuge nichts mehr oder weniger als das andere.
Kann meine Zuneigung diesbezüglich als sehr gerecht aufteilen.

13.) E.L. : Hoffe so lange es geht aus der derzeitigen politischen gesellschaftlichen Zoff herauszuhalten so lange es geht, gibt es auch so einige in deinem Umfeld, die einfordern, sich politisch aktive zu beteiligen ?

Saphire : Nein.
Aber ich trenne das auch.
Meine Musik ist introvertiert, emotionsgetrieben und selbstbezogen.
Verlasse ich das Klavier bin ich durchzaus politisch aber am Klavier spielt es für mich vordergründig keine Rolle.
Nichts desto trotz ist meine Musik ja eine Reaktion auf das was um mich herum geschieht und somit auch ein Ausdruck dessen was die Politik mit mir macht.
Wie gesagt.
Aber im Vordergrund steht in meiner Musik was anderes.

14.) E.L. : Dann wird es mal wieder Zeit für das Stichwort – Antwort Spiel !

– Rügen : Ein Stück Heimat.

– Bild : Möglichkeit den Moment genauer in Augenschein zu nehmen.

– Tannenbaum : Ich liebe sie und denke dennoch jedes Jahr, man was werden dafür Bäume abgeholzt.
Hab aber selbst immer einen bei mir rumstehen und knipse das schlechte Gewissen diesbezüglich einfach aus.

– Glühwein oder Tee : Tee. Trinke keinen Alkohol.

– Brundsbüttel : Was bitte ?

– Extrem Liedermaching : Eine gute Chance für unbekannte Talente.

– Traumwelt : Da bin ich sehr gerne und hab mir da auch schon einen Namen gemacht !

– Kindheit : Ach das war schön.
Manchmal v(ermisse) ich die Unschuld der Gedanken.

– Lebensglück : Davon finde ich immer ein bisschen zwischen den schwarzen und weißen Tasten meines Klaviers.

– jetzt nicht : Überstunden.

– Magie der Musik : Tori Amos.

– Hass : Zartbitter – und Minzschokolade.

15.) E.L. : An dieser Stelle ist es natürlich wieder möglich ein paar Fragen und Anregungen ans Extrem Liedermaching Los zu werden ?

Saphire : Ich bin frag- und anregungslos glücklich !

16.) E.L. : Hoffe mal die Fragen waren halbwegs Anspruchsvoll, dafür, das ich bis jetzt nur ein Teil deiner Stücke kannte !
Noch ne flotte Überraschung oder Musiknoten an unsere Leser ?

Saphire : An Überraschungen habe ich mich zur Weihnachtszeit verausgabt ; ) Habe einen Weihnachtskalender geführt, täglich versucht Überraschungen zu überlegen und bin jetzt erst mal im „out of suprrise“ – Modus.

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